Malteser Migranten Medizin bleibt

Region und Landeshauptstadt wollen unterstützen

Region. Die Landeshauptstadt Hannover und die Region Hannover wollen die Arbeit der Malteser Migranten Medizin (MMM) durch eine Zuwendung in Höhe von je 30.000 Euro sicherstellen. Über entsprechende Vorlagen der Verwaltungen entscheiden die Sozialausschüsse der Stadt am 15. April und der Region am 18. April.
„Der Malteser Hilfsdienst kümmert sich seit 2007 um die medizinische Versorgung von Personen, die ohne Krankenversicherung und ohne gültigen Aufenthaltsstatus hier leben. Die in erster Linie ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Migranten Medizin helfen Menschen, die sich auch ohne Krankheit schon in außerordentlich schwierigen Lebensumständen befinden und auf diese humanitäre Hilfe angewiesen sind. So wird den Menschen geholfen, die sonst keine Chance auf eine Krankenversorgung haben“, sagt Erwin Jordan, Sozial- und Jugenddezernent der Region.
„Seit der von der Stadt sehr begrüßten und unterstützten Gründung der Migranten Medizin hat der Malteser Hilfsdienst seinen finanziellen Eigenanteil fast vervierfacht. Nicht zuletzt durch die seit 2010 im Zuge der europäischen Erweiterung erheblich angestiegene Zahl von gesundheitlich sehr schlecht versorgten ArmutsmigrantInnen aus Osteuropa kommt der Dienst aber an seine Belastungsgrenze. Gespendete Leistungen, Einzelspenden oder Zuwendungen reichen nicht aus. Ohne die finanzielle Unterstützung von Stadt und Region müsste die Arbeit der MMM eingestellt werden“, erläutert Jugend- und Sozialdezernent Thomas Walter von der Landeshauptstadt die beantragte Förderung.