"Prozesse sind intransparent"

Offener Brief: Regionselternrat kritisiert Pandemiesicherheit an Schulen

Langenhagen/Wedemark (ok). Die drei Adressaten, die der Regionselternrat in einem offenen Brief angeschrieben hat, können bei dem Thema durchaus mitreden und vor allen Dingen Entscheidungen treffen. In einem offenen Brief kritisiert das Gremium mit dem Vorsitzenden Oliver Röttger aus Langenhagen, dass in Sachen Pandemiesicherheit an den Schulen seit Mitte Dezember nichts passiert sei. Lüftungsregelung, Maskensicherheit und die verspäteten Anordnungen der Gesundheitsämter hätten ihr Ziel verfehlt. Darüber hinaus sei die Zusammenarbeit der Schulen mit den Gesundheitsämtern durch intransparente Prozesse, unklare Ansprechpartner für Schulen und Eltern sowie durch verspätete Anordnungen von Maßnahmen - in der Region Hannover mit einer Verzögerung bis zu zweieinhalb Wochen - gestört. Die konkreten Forderungen des Regionseltenrates: ausreichender Infektionsschutz an Schulen durch Raumlüfter, Acrylglaswände, Versorgung der Schüler mit FFP 2-Masken, schnellere Anordnungen der Gesundheitsämter sowie die Möglchkeit, den Schulen vor Ort größeren Entscheidungsspielraum für Maßnahmen einzuräumen. Nach schnellstmöglicher Umsetzung der geforderten Maßnahmen sei Präsenzunterricht ohne Erhöhung des Infektionsrisikos möglich. Gleichzeitig sieht der Regionselternrat die Chance, Investitionsstau in dne Schulen aufzuholen. Lehrer sollen in Sachen IT ausgebidet, die Schulen mit Informationstechnologie ausgestattet werden. Breitbandanschlüsse seien notwendig und auf die Hilfe privater Initiativen könne auch zurückgegriffen werden. Oliver Röttger: "Mit einer leistungsfähigen IT wäre auch Distanzunterricht effektiv möglich." Weitere Aspekte: eine Reduzierung der Klassengrößen und die Modernisierung der Sanitäranlagen. Für die nächste Videogremiumssitzung hat Röttger eine Einladung ausgesprochen.