Reckenfestung hält

Hannover. Es gab am Ende nichts zu holen für den TuS in der Reckenschmiede des TSV Hannover-Burgdorf. Trotz einer fantastischen Aufholjagd in der zweiten Halbzeit verlieren die Rot-Blauen das Derby gegen den Bundesliganachwuchs mit 36:31 (19:15).
Es war eine Torreiche Partie, in der die Hausherren nach einer kurzen Abtastphase die Kontrolle übernahmen. In der 13. Minute betrug der Rückstand erstmals drei Tore. In der Abwehr fehlte etwas der Zugriff, gegen die Bundesligaerfahrenen Akteure der Hausherren. Aber Vorne konnten die Vinnhorster das Tempo mitgehen, sodass das Team immer in Schlagdistanz blieb. Kurz vor der Pause sorgte dann eine äußerst fragwürdige Schiedsrichterentscheidung dafür, dass es nicht mit 18:16, sondern 19:15 in die Halbzeit ging. Florian Freitag setzte sich gegen seinen offensiven Gegenspieler durch und wurde beim Absprung böse von der Seite getroffen. Statt Siebenmeter und Zeitstrafe für den Abwehrspieler wollte der Schiedsrichter ein Stürmerfoul gesehen haben.
Davon musste sich die Mannschaft, erst einmal erholen und leider reichte die Pause dafür nicht ganz aus. So zogen die Jung-Recken schnell auf 24:17 davon (37. Min.). Doch nun zeigte sich, das andere Gesicht des TuS. Mit zwei drei-Tore-Läufen von der 28. Bis zur 41. Minute und von der 47. Bis zur 50. Minute kämpfte sich das Team, unter dem frenetischen Jubel der mitgereisten Fans, wieder auf 29:28 heran und das sogar in Unterzahl. Da hatte man den Gegner am Straucheln und sogar direkt die Chance auf den Ausgleich. Doch leider fehlte einen Moment lang die Konzentration und aus einem Fehlpass entstand das 30:28 per Tempogegenstoß. In der Folge gelang den Hausherren in Überzahl das 33:29, die Vorentscheidung. Vinnhorst versuchte nochmal alles, stellte die Deckung um, aber Burgdorf hatte seine Sicherheit wiedergefunden und stellte bis zum Abpfiff auf 36:31.
Es war eine wahnsinnig starke Aufholjagd, die leider nicht belohnt wurde. In solchen Spielen wiegt das Fehlen von Shooter Tim Otto dann doch schwer, der noch immer verletzt ist. Ein großes Lob geht auch an die mitgereisten Fans auf der Tribüne, die die Mannschaft immer unterstützt und nach vorne gepeitscht haben. Jetzt gilt es die Niederlage möglichst schnell abzuhaken und sich auf das Heimspiel gegen Rostock vorzubereiten. Das Spiel Zweiter gegen Dritter am kommenden Samstag wird um 16 Uhr in der Wendlandhalle angepfiffen.