Sie wandern jetzt

Die Erdkröte ist Lurch des Jahres 2012. (Foto: Ricky Stankewitz)

Straßentod bedroht Frösche, Kröten und Molche

Region. Heimische Amphibien wandern im Frühjahr, besonders stark bei Regen und Temperaturen über 8°C, von ihren Winterquartieren zu den angestammten Laichgewässern. Dabei queren sie Straßen, die ihre Lebensräume zerschnitten haben. Für viele Tiere endet das tödlich. Die bisherigen Wetterprognosen deuten darauf hin, dass ab Mittwoch, 29. Februar, verstärkt mit wandernden Amphibien gerechnet werden muss.
Die in Langenhagen bekannten Wandergebiete sind bereits mit den Verkehrsschildern "Achtung Krötenwanderung" durch die Stadt Langenhagen gekennzeichnet worden. Die Wirtschaftswege nördlich des Flughafens sind als Wanderzonen für Amphibien bekannt und ganzjährig nur für Anlieger freigegeben. Während Wanderzeit sind Wohldamm und Woldtrift mit Querbarken komplett von 18 bis 6 Uhr gesperrt. An der Kananoher Straße, im Bereich des Parkplatzes Hasenheide, queren Amphibien die Straße auf einer Länge von ungefähr 500 Metern in einer leichten S-Kurve. „Diese Straße kann für den Durchgangsverkehr nicht gesperrt werden. Sie ist im Wanderbereich durch Warnbarken verengt und auf eine Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert“, berichtet Ricky Stankewitz, 1. Vorsitzender des NABU Langenhagen. Er erklärt, dass die Geschwindigkeitsbegrenzung wichtig ist, denn die Amphibien kommen nicht nur durch das direkte Überrollen durch Autoreifen zu Tode, sondern auch durch Luftverwirbelungen, wenn Autos sie überfahren. Autofahrer sollten zudem beachten, dass Naturschutzhelfer im Straßenbereich zu Fuß unterwegs sind, um die Amphibien über die Straße zu tragen. Die Einhaltung von Tempo 30 km/h ist dringend notwendig, um Unfälle zu vermeiden. Die Einsätze in diesem Gebiet dauern von Sonnenuntergang bis ca. 23:00 Uhr. Der NABU Langenhagen sucht weitere Helfer. Kontakt: E-Mail ricky.stankewitz@nabu-langenhagen.de oder Telefon (0511) 724 69 26.