Spezielle Szenarien geübt

Übungsfall: Spezialisten der Feuerwehr pumpen in Schutzanzügen einen beschädigten Behälter mit Gefahrstoffen leer. (Foto: Pierre Graser, THW Hannover/Langenhagen)

ABC-Spezialisten von THW und Feuerwehr

Region. Zu einer umfangreichen Aus- und Fortbildungsmaßnahme versammelten sich mehr als hundert Einsatzkräfte aus der Region Hannover, um die Arbeit unter atomaren, biologischen und chemischen Gefahren zu proben. An der Übung beteiligt waren neben der Werkfeuerwehr Nexans die Berufsfeuerwehr Hannover und die freiwilligen Wehren aus Davenstedt und Limmer. Auch THW-Einheiten aus Ronnenberg, Hameln, Hannover/Langenhagen, Burgdorf und Wunstorf trainierten den Einsatz in ABC-Lagen. Für die medizinische Versorgung stand an dem Wochenende das DRK aus Empelde und Laatzen bereit.
Im ersten Teil der Übung am Freitag wurden an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Ronnenberg ausgelaufene Gefahrstoffe und mehrere verletzte Personen gemeldet. Zusätzlich war der betroffene Kesselwagen auch noch aus den Schienen gesprungen. Nachdem die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet war, konnten die verletzten Arbeiter schnell gerettet werden und die Bergungsmaßnahmen am Kesselwagen beginnen. Während die Feuerwehrleute in gasdichten Schutzanzügen die auslaufenden Stoffe auffingen und umpumpten, kümmerten sich die eingesetzten THW-Spezialisten um die Aufgleisung des Waggons.
Im Laufe des gesamten Sonnabends mussten sich die Einsatzkräfte mit einer weiteren komplexen Gefahrenlage befassen. Auf dem Betriebsgelände eines Untermenhmens hatten Kinder in einem stillgelegten Bereich mit verschiedenen Chemikalien gespielt. Dabei war es zu einer Reaktion mit einer beißenden Gaswolke gekommen. Auch in dieser Lage mussten die ABC-Spezialisten, mit Unterstützung der Werkfeuerwehr, zuerst die betroffenen Personen auch aus schwer zugänglichen Bereichen retten. Im Anschluß wurde der gesamte Einsatzbereich erkundet und gefährliche Stoffe klassifiziert. Die Gefahrgutgebinde wurden abgedichtet und zum Teil umgepumpt, sowie weitere Gefahrenquellen auf dem Gelände gesichert.