Spitzenwert war 2,05 Promille

Region. Alkohol- und Drogeneinfluss zählen nach wie vor zu den häufigsten
Ursachen für schwere Verkehrsunfälle mit Getöteten und Verletzten.
Jeder neunte Getötete im Straßenverkehr in Deutschland starb an den
Folgen eines Alkoholunfalls. Fahrer, die betrunken und unter
Betäubungsmitteleinfluss am Steuer erwischt werden, müssen im Falle
einer Verurteilung mit gravierenden Folgen - etwa einem Fahrverbot,
einem Eintrag ins Strafregister oder kostenintensiven,
medizinisch-psychologischen Gutachten - rechnen. Insbesondere der
Konsum illegaler Drogen im Straßenverkehr hat in den vergangenen
Jahren deutlich zugenommen. In erster Linie handelte es sich um junge
Fahrer. Zwischen dem 12 und 18. Dezember kontrollierten 1.397
niedersächsische Polizeibeamte insgesamt 13.361 Fahrzeuge, allein im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Hannover nahmen 148
Polizisten insgesamt 1.855 Fahrer unter die Lupe. 252
Atemalkohol- und 110 Drogenvortests wurden abgenommen. 15 Verkehrsteilnehmer standen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss. Zwölf von ihnen wurde eine Blutprobe entnommen. Zwei Fahrer waren ohne Fahrerlaubnis
unterwegs – gegen sie wurden Strafverfahren eingeleitet. Die Beamten
der Polizeidirektion Hannover stellten zudem 217 weitere
Verkehrsordnungswidrigkeiten fest. Im Stadtgebiet Hannover wurde das höchste
Alkoholergebnis bei einem 38-jährigen Radfahrer gemessen, der in
Misburg mit 2,05 Promille unterwegs war.