"Überall fröhliche Gesichter"

RSB-Vorsitzender Joachim Brandt (von links) begrüßte gemeinsam mit RSB-Geschäftsführerin Anna-Janina Niebuhr, Annegret Buchholz vom ARAG-Sportversicherer und Petra Mundt (Gleichstellungsbeauftragte) die Teilnehmerinnen des Frauensporttages beim SCL an der Leibnizstraße.
 
Klassische Sportarten wurden beim Frauensporttag neu entdeckt.

Frauensporttag überzeugte mit guter Gemeinschaft

Langenhagen. Gute Laune, fröhliche Gesichter, kräftiger Applaus, ein kostenloses Erinnerungsfoto und ein Geschenk für jede Sportlerin – besser hätte der Frauensporttag des Regionssportbundes (RSB) wohl nicht beginnen können. Weil der Trendsport-Schnuppertag seine mittlerweile zehnte Auflage feierte, hatten die Organisatoren einige Überraschungen parat. Mit über 500 Teilnehmerinnen war der beliebte Dauerbrenner des RSB komplett ausgebucht.
Ortstermin am Stützpunkt beim SC Langenhagen früh morgens um 9 Uhr. Lange Warteschlangen bilden sich – klar, schnellstmöglich wollen die Frauen ihre Ablaufpläne für ausgewählte Disziplinen und Stationen in Empfang nehmen. Bevor es jedoch sportlich wird, gibt es das übliche große Hallo in der SCL-Mehrzweckhalle.
Hatte RSB-Chef Joachim Brandt in den Vorjahren stets seiner Stellvertreterin Dagmar Ernst den Vortritt bei der Begrüßung überlassen, so ließ er sich den Willkommensgruß zum Jubiläum nicht nehmen. Joachim Brandt zeigte sich zahlenstark. Vom Beginn mit 180 Teilnehmerinnen über wenig später mit 300 bis heute zu über 500 Frauen habe sich der Frauensporttag zur beliebtesten Veranstaltung des Regionssportbundes entwickelt. „Es ist der größte in Niedersachsen“, sagte Joachim Brandt nicht ohne Stolz. Interessant bei der Entwicklung: Kamen die Teilnehmerinnen in den ersten Jahren noch zu rund 80 Prozent aus den angeschlossenen Vereinen, so habe sich das Verhältnis mittlerweile auf 50:50 entwickelt. Der RSB-Chef ergänzte: „Und das ist ja so gewollt.“
Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region, betonte, dass mehr als zehn Millionen Frauen bundesweit in Vereinen organisiert seien. Im Vorstandsbereich arbeiten mittlerweile 25 Prozent weibliche Ehrenamtler mit – auch wenn sie in den Spitzenpositionen derzeit noch unterrepräsentiert seien. „Ich finde es wahnsinnig toll hier. Hätte ich mal gleich meine Sportkleidung zum Mitmachen mitgebracht“, sagte sie.
Die Sparkasse Hannover ist seit jeher ein Förderer beim Frauensporttag. Regina Günther, Sponsor-Vertreterin und Teilnehmerin zugleich, gab vor allem den im Verein organisierten Frauen noch einen Tipp mit auf den Weg: „Sollte euch ein Angebot besonders gut gefallen und ihr daraus ein Projekt im Verein entstehen lassen, dann denkt an den Sparkassensportfonds.“ Der Sportfonds ist nur einer von zahlreichen Fördermöglichkeiten in der Region.
Abschließend hatte die RSB-Geschäftsführerin das Wort. Anna-Janina Niebuhr und ihr Team hatten einmal mehr ganze Arbeit geleistet. Kaum war die Online-Anmeldung für den Frauensporttag freigeschaltet, da war er wenige Tage später auch schon ausgebucht. Das zeige, dass man mit den jeweiligen Angeboten richtig liege. Anna-Janina Niebuhr freute sich besonders über die rund 150 Neulinge. Mittlerweile sei der Schnuppertag weit über die Region hinaus bekannt. Aus Hildesheim und Gifhorn, aus Wolfenbüttel, Braunschweig und Oldenburg, ja sogar aus Nordrhein-Westfalen waren Anmeldungen eingetroffen, und dies aus allen Altersklassen. Die jüngste Teilnehmerin war 16, die älteste 77 Jahre alt.
Acht Frauen feierten ihre zehnte Teilnahme am Frauensporttag. Unter dem Motto „Von Beginn an mit viel Spaß dabei“ erhielten Rosi München, Andrea Heine, Sabine Jakob, Anette Brüner, Astrid Langenheim, Karin Eike, Ulrike Winter-Rackuhr und Karin Mundt eine Urkunde. Aber auch alle anderen Teilnehmerinnen durften sich über ein besonderes Präsent freuen: Schick sah das T-Shirt aus, dass die Frauen für ihre Teilnahme erhielten.
Und dann ging es los – ab zu den Workshops, in- und outdoor, an fast zehn verschiedenen Übungsorten. Dazu gehörte diesmal auch das Schwimmbad Godshorn, wo erstmals Aqua-Fitness angeboten wurde. Der RSB-Ausschuss „Sport und Events“ hatte abermals für ein attraktives Programm gesorgt – mit Action und Ausdauer, Turnen und Trendsport, Fitness und Balance. Aus 20 Angeboten konnte jede Teilnehmerin vier aussuchen. Auch wenn so manche Disziplin schweißtreibend und auf den Outdoorfeldern aufgrund des regnerischen Wetters recht ungemütlich war, so sah man allerorts fröhliche Gesichter. Der Frauensporttag macht eben echt Laune.