„Vernünftige Trainingsreize setzen“

Im Absattelring: Wladimir Panov auf Annomio (vorn) und Jana Haase auf Wild Soldier. (Foto: O. Krebs)

Wirtschaftsfrühstück mit Führung über die „Neue Bult“

Langenhagen (ok). Vier Trainer bewegen 100 Pferde. Und das täglich. Ohne Frage: Der Hannoversche Rennverein auf der „Neuen Bult“ ist durchaus ein mittelständisches Unternehmen. „Das ist wie bei Fußballern. Die müssen auch täglich trainieren“, erläutert Präsident Gregor Baum; Züchter und Besitzer des Gestüts Brümmerhof bei Soltau, als er die Gäste des Wirtschaftsfrühstücks über die Bahn führt. Der Hannoversche Rennverein ist ein gemeinnütziger Verein, der für Pferdeleistungsprüfungen, also Zuchtprüfungen,zuständig ist. Trainer Dominik Moser beispielsweise geht dabei sehr professionell vor, misst Herzfrequenz, Sprungweite und Geschwindigkeit, um „vernünftige Trainingsreize setzen zu können“. Auch die exakte Menge des Futters werde berechnet. Spaß oder Freude dürften aber nicht verloren gehen. Gregor Baum: „Ein Pferd kann nicht gezwungen werden, schnell zu laufen.“Insgesamt vier Sand-, zwei Gras- und eine 260 Meter lange Galopprehnbahn für den Winter stehen fürs Training zur Verfügung. Das große Geld –auch für Tpo-Jockeys – werde aber ohnehin im Ausland verdient. Das spiegle sich auch in den Wetteinnahmen wider. So würden in Deutschland 25 Millionen Euro in einem Jahr umgesetzt, Frankreich neun Millionen Euro und in Großbritannien zwölf Millionen Euro. In Hongkong sogar 125 Millionen Euro an einem Abend. Der erste Renntag in diesem Jahr ist der so genannte Brunch-Renntag, der am Ostermontag, 22. April, um 10.30 Uhr beginnt. Und auch da kann natürlich gewettet werden.