Vinnhorst nicht zu stoppen

Dritte Handballliga: Derbytime im Sportzentrum TuS Vinnhorst

Vor 450 begeisterten Zuschauern gewinnnen die Rot-Blauen gegen die
Reckenschmiede des TSV Hannover Burgdorf mit 30:27 (14:11). Dabei sorgen beide Fanlager für 60 Minuten fantastische Stimmung und beide Mannschaften für ein großartiges Handballspiel.Die ersten Minuten der Partie standen klar unter dem Einfluss der Vinnhorster Deckung gepaart mit der Nervosität der sehr jungen Burgdorfer Mannschaft. Der TuS erzwang und nutzte einige technische Fehler der Gäste und ging
schnell mit 4:1 in Führung. Grund genug für Burgdorfs Trainer sofort seine erste Auszeit zu nehmen, um seine Schützlinge zu beruhigen. Das zeigte Wirkung. Vor allem ein Mann sorgte dauerhaft für Gefahr, Martin Hanne. Der bundesligaerfahrene Rückraumshooter, der am Donnerstag noch für die Recken in der Bundesligapartie gegen
Minden im Einsatz war, zeigte mehrfach seine Klasse, vor allem mit seinen blitzschnellen Eins-gegen-Eins-Bewegungen und kraftvollen Torwürfen war er ein stetiger Unruheherd für die Vinnhorster Deckung. Hanne war es auch, der für U19- Nationalspieler Justus Fischer auflegte, der zum zwischenzeitlichen 5:5 traf. Von da an aber fand der TuS zurück ins
Spiel. Weiterhin überzeugte vor allem die Abwehr mit einem starken Stefan Hanemann dahinter, aber auch vorne drehte das Team auf. Kapitän Maurice Lungela kam ins Spiel und traf gleich dreimal in Folge. Diese drei Tore betrug dann auch die Führung zur Pause, 14:11.Zu Beginn der zweiten Halbzeit legte das Team von Trainer Davor Dominikovic dann den Grundstein für den Sieg. Erneut war es die starke Deckung die Ballgewinne erzwang und durch Tempogegenstöße einfache Tore erzielte. Auffällig war dabei erneut der seit Wochen starke Jakob Bormann der sich ins Zentrum der Aufmerksamkeit spielte. „Es ist halt einfach, wenn man das Vertrauen des Trainers spürt“, meinte der Linksaußen nach dem Spiel zu seiner Topform. 19:12 stand es nach 36 Minuten. Erneut nahm Gästetrainer Felixson eine schnelle Auszeit. Erneut ging sein Team gestärkt daraus hervor. Aber so richtig kamen die Gäste nicht mehr ran. Und das lag nicht zuletzt an Vinnnhorsts neuem Spielmacher Falk Kolodziej. Der Mittelmann setzte seine Mitspieler immer wieder gut ein und zeigte auch im Abschluss seine Stärke. Höhepunkte waren ein vollendeter Kempa nach einem Pass von Matheus Costa Dias, ein Dreher von Linksaußen und ein Rückraumkracher quasi aus dem Stand. Als er dann noch Kreisläufer Stefan Ackermann einsetzte, der sonst in Vinnhorsts dritter Mannschaft spielt, und ihm so zu seinem ersten Treffer in der dritten Liga verhalf, explodierte die Stimmung in der Halle. Die Leistung der Gäste, bei denen unter anderem noch ein B-Jugendlicher zum Einsatz kam, soll nicht unter den Tisch fallen. Natürlich war Martin Hanne der alles überragende Mann bei den Gästen, aber auch das gesamte Team zeigte einen enormen Kampfeswillen und ließ sich nicht abschießen, im Gegenteil. Am Ende waren es beim 30:27 nur drei Tore Unterschied und so ließen sich nach Schlusspfiff beide Mannschaften für ein sehr gutes, packendes Handballspiel feiern, bei dem der TuS einfach noch einen Tick stärker war.Nächste Woche kommt es dann zum absoluten Topspiel der dritten Ligen.HC Eintracht Hildesheim gegen TuS Vinnhorst, Zweiter gegen Erster, zusammen 30:0 Punkte und das am neunten Spieltag. Gespielt wird am Sonntag,
7. November,  um 17 Uhr in der Volksbank Arena in Hildesheim.