"Warnsignal für die Politik"

Caren Marks: Mehr Mitbestimmung für Jugendliche

Region „Es ist ein Warnsignal für Politik und Gesellschaft, dass die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland den Eindruck haben, dass sich die Bundesregierung zu wenig für ihre Meinung interessiert“, so kommentierte die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion im hiesigen Wahlkreis Caren Marks das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks zum politischen Engagement von Jugendlichen.
Für die Umfrage wurden deutschlandweit 830 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 17 Jahren befragt. Zwei Drittel der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben demnach den Eindruck, dass es die Bundesregierung zu wenig interessiert, was junge Menschen denken. Gleichzeitig gaben lediglich elf Prozent der Kinder und Jugendlichen an, dass es ausreichend Möglichkeiten für sie gibt, am Wohnort oder im Stadtteil Einfluss zu nehmen oder sich politisch zu engagieren.
Die Umfrage zeige, dass es bei Kindern und Jugendlichen ein großes Informationsdefizit in Bezug auf Mitbestimmung und Beteiligung gibt. So wissen 44 Prozent der Befragten nicht, ob sie auf Entscheidungen vor Ort Einfluss nehmen oder sich politisch engagieren können.
Besonders bemerkenswert ist hier, dass die Hauptinformationsquellen in dieser Frage mit 58 Prozent der Befragten Lehrer sind, Eltern mit 37 Prozent und Freunde mit 24 Prozent nehmen demgegenüber eine nachrangige Rolle ein. Mit großem Abstand folgen das Internet mit 14 Prozent und Tageszeitungen mit 12 Prozent. „Dies zeigt, wie wichtig Kindern und Jugendlichen der persönliche Austausch mit Menschen ist, die ihnen Orientierung geben und aufzeigen, wie sie sich einbringen können“, so Caren Marks.
Themen, bei denen es Kindern und Jugendlichen besonders wichtig wäre, mitzubestimmen, sind ihre Freizeitgestaltung (66 Prozent),die Schule (59 Prozent) und in der Umweltpolitik (56 Prozent). Hier gelte es anzusetzen und die Interessen der jungen Menschen aufzugreifen, so Marks weiter. Auch gelte es, Jugendparlamente sowie Kinder- und Jugendbüros bekannter zu machen und für diese zu werben.