Weniger Komasäufer in der Region

2019: 172 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus

Langenhagen/Wedemark. Die Zahl alkoholbedingter Klinikaufenthalte von Kindern und Jugendlichen ist in der Region Hannover gesunken. Dennoch bleibt das Rauschtrinken bei Schülern ein Problem. Nach aktuellen Informationen der DAK-Gesundheit landeten im Jahr 2019 172 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Nach den offiziellen Zahlen des Statistischen Landesamtes Niedersachsen sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2018 um 10,4 Prozent. In Niedersachsen waren insgesamt drei Prozent weniger Betroffene zu verzeichnen.
„Viele Jugendliche überschätzen sich und glauben, Alkohol gehöre zum Feiern und Spaßhaben dazu“, sagt Stefanie Gödecke von der DAK-Gesundheit in Langenhagen. „Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene. Deshalb ist das Komasaufen bei Jugendlichen eine gefährliche Tatsache. Wichtige Gesundheitsthemen wie dieses sollten im Schulalltag diskutiert werden.“ Weiterhin Anlass zur Sorge gibt Experten der Alkoholmissbrauch bei den weiblichen Kindern und Jugendlichen bis 20 Jahren. Hier ist die Zahl in Niedersachsen fast unverändert geblieben. In der Region waren es jedoch 2,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Zur Aufklärung setzt die Krankenkasse auch in diesem Jahr die erfolgreiche Kampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ in der Region Hannover fort. Zum zwölften Mal werden beim bundesweiten Wettbewerb Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Auch die Schulen in der Region wurden angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 30. April. An der mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen seit dem Jahr 2010 mehr als 110.000 junge Künstler teil.
Weitere Informationen über die Aktion gibt es im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.