Wer ist Heidelindes Mörder?

Eine illustre Hochzeitsgesellschaft in Bissendorf. Noch strahlt die Braut in der Mitte. (Foto: O. Krebs)
 
Viele Zuschauer verfolgten bei strahlendem Sonnenschein den Auftakt der Kriminala. (Foto: O. Krebs)

Mehr als 200 Hobby-Detektive wollen bei der „Kriminala“ das Rätsel lösen

Wedemark (ok). Mord in der beschaulichen Wedemark: Die Start der Kriminala hat am Sonntag viele Besucher und Hobby-Ermittler auf den Bissendorfer Amtshof gelockt; sie alle wollten die pompöse Hochzeit von Heidelinde von Oegenbostel mit Henner Hoogestrat sehen. Nach der Trauung folgt dann der große Streit über das Projekt „Höhe 122“, die Luxusherberge, die Henners Vater auf dem Brelinger Berg bauen will. Und am Ende des Tages dann das Unfassbare: Die gerade frisch vermählte Heidelinde Hoogestrat – in dem fiktiven Krimi gespielt von Mellendorfs Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas - ist tot; die Brautjungfern haben ihre Leiche entdeckt. Der Kreis der Verdächtigen ist groß, welches Motiv könnte hinter dem vermeintlichen Mord stecken? Habgier oder Eifersucht? Die beiden Polizeibeamten Jens Jansen und Nadine Neumann sowie Staatsanwältin Bernadette Baumgarte tappen auch einen Tag nach dem tragischen Unglück im Dunkeln, zeigen sich bei der fiktiven Pressekonferenz vor dem Mellendorfer Rathaus entnervt von den penetranten Fragen der beiden Journalisten Werner Wieczokeit und Karlo Krabbe und natürlich auch vom permanenten Nachbohren der anderen Pressevertreter. Nur spärlich fließen die Informationen, lediglich von einer blauen Wäscheleine, mit der das Opfer getötet sein soll, ist die Rede. Betont staatsmännisch gibt sich Helge Zychlinski, Bürgermeister der Gemeinde Wedemark, aber die richtigen Antworten hat auch er nicht parat. Eine Woche lang haben jetzt aber alle Hobby-Detektive in der Wedemark Zeit und Gelegenheit dem Mörder auf die Schliche zu kommen. Jeden Tag bis Sonnabend spielen Szenen in verschiedenen Orten der Kommune, wo es dann weitere Hinweise zum Lösen des Falles gibt – bis Freitag, jeweils um 18.30 Uhr. Die große Abschlussveranstaltung, bei der auch das Geheimnis gelüftet wird, findet dann am Sonnabend, 15. September, in der Alten Brennerei, Hof Martens, in Brelingen statt. Der Tag, an dem der Mörder verhaftet wird.
Die Wedemark scheint ein gutes Pflaster für Krimi-Fans zu sein. Nach Auskunft der Organisatorin Bettina Reimann haben sich bereits mehr als 200 Hobby-Detektive registrieren lassen, eine Zahl, die höher liegt als bei den ersten beiden Kriminala-Auflagen in Langenhagen. Plietsche Ermittler können Preise gewinnen. Unter www.kriminala.de und auf Facebook gibt es weitere Infos zur Krimiwoche, außerdem gibt es Videos zu den jeweiligen Terminen an den einzelnen Tagen. Die einzelnen Treffpunkte: Am Mittwoch, 12. September, gibt es in Elze gleich zwei Schauplätze, an der Alten Schule in der Poststraße und im Gasthaus Goltermann. Übrigens der letzte Tag, um sich noch registrieren zu lassen. Am Donnerstag, 13. September, geht es dann ins Mooriz nach Resse. Schon ab 17 Uhr bringt Werner Wieczokeit die Interessierten auf den aktuellen Stand der Ermittlungen, ehe es dann um 18.30 Uhr losgeht. Um 19.30 Uhr geht dann noch ein Sonder-Event für Geocacher über die Bühne. Freitag, 14. September: Der Nebel lichtet sich am Hügel auf der Oegenbosteler Heide. Die Ermittler bekommen neue Indizien an die Hand. Und dann sollte eigentlich alles klar sein, bevor es dann am Sonnabend, 15. September, ab 16 Uhr in Brelingen zum Finale der Kriminala geht.