Rechtsanspruch ab 2026?

Austausch zum Thema qualitative Ausgestaltung der Schulkindbetreuung bei der Präsensveranstaltung an der Friedrich-Ebert-Schule
  • Austausch zum Thema qualitative Ausgestaltung der Schulkindbetreuung bei der Präsensveranstaltung an der Friedrich-Ebert-Schule
  • Foto: Stadt Langenhagen
  • hochgeladen von Oliver Krebs

Langenhagen. Ab 2026 wird es einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Grundschulkinder geben. Um gut darauf vorbereitet zu sein, hat die Stadt nun einen Bericht zum quantitativen Bedarf vorgelegt. „Im Vergleich zu anderen Städten, stehen wir als Stadt Langenhagen schon ganz gut da. Das bedeutet aber nicht, dass wir uns darauf ausruhen können“, sagt Bildungs- und Sozialdezernentin Eva Bender. Einen besonderen Handlungsbedarf gebe es in Kaltenweide und im Schulbezirk der Friedrich-Ebert-Schule, berichtet Bender. Carsten Jakubowski erklärt hierzu: „Wir gehen davon aus, dass ab 2026 80 Prozent der Schulkinder eine Schulkindbetreung benötigen. Insgesamt kann aktuell 66 Prozent aller Grundschulkinder ein Betreuungsangebot gemacht werden. Nach der aktuellen Prognose liegen wir 2026 bei 75 Prozent. Im Schulbezirk der Friedrich-Ebert-Schule allerdings nur bei 34 Prozent und in Kaltenweide 61 Prozent.“
Weil es in beiden Ortsteilen einen Ausbaubedarf gibt, hatte die Stadt die Stadt zum Austausch eingeladen. Bereits im Sommer fand eine Veranstaltung in Kaltenweide statt und im November folgte eine Veranstaltung an der Friedrich-Ebert-Schule. „Wir wollten wissen, welche Qualitätskriterien in der Schulkindbetreuung den Menschen wichtig sind. Mich haben insbesondere die Meinung der Eltern und pädagogischen Fachkräfte interessiert“, so Bender.
Was wünschen sich Eltern von einer Ganztagsbetreuung? Welche Angebote sollen in der Betreuung zur Verfügung stehen? Was ist pädagogisch sinnvoll und welche Bedenken haben die Eltern? Mehr als insgesamt 110 Personen folgten den Einladungen der Stadtverwaltung in Kaltenweide und an die Friedrich-Ebert-Schule, um diese und andere Fragen in einem Qualitätsdialog zu besprechen. Eltern, pädagogische Fachkräfte, Ratspolitik und Mitarbeitende der Stadtverwaltung trafen sich und erörterten unter anderem in Arbeitsgruppen die Möglichkeiten der Schulkind-Betreuung.
„Wir freuen uns, über die Diskussionsbereitschaft von allen Beteiligten in diesem Prozess“, sind sich Bender und Jakubowski einig und geben einen Ausblick. „Wir werden im ersten Quartal 2022 eine Beschlussdrucksache zur Qualität der Schulkindbetreuung vorlegen und die Ergebnisse dieser beiden Veranstaltungen dort einfließen lassen“, kündigt Bender an. Als erster Teil der „Qualitätsoffensive Schulkindbetreuung“ wurde bereits im Sommer dieses Jahres das Standardraumprogramm für Ganztagsgrundschulen beschlossen

Autor:

Oliver Krebs aus Langenhagen

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.