Digitale Schießstände für das Schützenhaus

Ohne sie hätte es nicht geklappt: die ehrenamtlichen Helfer der Schützengesellschaft Langenhagen von 1908 und des Schützenvereins Brink.
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  • Foto: R. Faridi
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Langenhagen (fa). Mehr als 55.000 Euro Investitionsvolumen und rund 470 ehrenamtliche Arbeitsstunden stecken hinter der umfangreichsten Modernisierung in der Vereinsgeschichte sowohl der Schützengesellschaft Langenhagen von 1908 als auch des Schützenvereins Brink, die sich seit 2021 das gemeinsame Schützenhaus an der Grenzheide teilen.
Im Mittelpunkt der Modernisierungen steht die Umrüstung aller 12 Schießstände auf elektronische Schießanlagen. Zur Einweihung am 18. Juni konnten sich die Mitglieder beider Vereine auf den Kleinkaliber-Schießanlagen (50 Meter und 100 Meter) und auf der Luftgewehr-Schießanlage (10 Meter) von den Vorzügen der neuen Technik überzeugen, ohne dass sie sich auf ein neues „Schießgefühl“ einstellen müssten – denn das eigentliche Schießen verändert sich nicht. Holger Hansmann, erster Vorsitzender der Schützengesellschaft Langenhagen 08, erläutert: „In der Technik würde man sagen, wir haben Upgrades durchgeführt. Wir haben die alten Systeme, die mit Zug- und Tragseilen jahrzehntelang treue Dienste geleistet haben, gegen elektronische state-of-the-art Anlagen ausgetauscht, um so dieses Schützenhaus fit für die Zukunft zu machen.“
Dadurch entfallen nicht nur der mechanische Verschleiß und die Notwendigkeit, Zielscheiben aus Papier nachzukaufen – vor allem freuen sich die Schützen darüber, dass ihre Ergebnisse sofort sichtbar sind und viel genauer erfasst werden. Ein weiterer Vorteil liegt in den umfangreichen Möglichkeiten der Software, die viele verschiedene Auswertungen automatisch vornehmen kann und vielseitige Wettbewerbe bereitstellt.
Als einer der ersten durfte Langenhagens Bürgermeister Mirko Heuer den neuen Luftgewehr-Schießstand ausprobieren. Dabei zeigte er sich nicht nur von der modernen Technik angetan, sondern auch vom Engagement der Schützen beider Vereine: „Ihr habt das alles gemeinschaftlich organisiert, und darauf könnt ihr stolz sein“, betonte er.
Tatsächlich war es, dank der Förderungen durch den Regionssportbund, den Sportring der Stadt Langenhagen, die Lotto-Sportstiftung und das Land Niedersachsen sowie der Spenden von Firmen, Mitgliedern und Nicht-Mitgliedern und der in fleißiger Eigenarbeit erbrachten Leistungen möglich, die Modernisierungen ohne Kreditaufnahme umzusetzen. „Das verdient Anerkennung“, so Hansmann, der ankündigte, die Förderer mit einem Aushang zu würdigen und die Helfer beider Vereine zum gemeinsamen Foto bat.

BU Gruppenfoto:

Ohne sie hätte es nicht geklappt: die ehrenamtlichen Helfer der Schützengesellschaft Langenhagen von 1908 und des Schützenvereins Brink.
Wilhelm Ehlers, zweiter Vorsitzender der Schützengesellschaft Langenhagen 08, Bürgermeister Mirko Heuer und Holger Hansmann, erster Vorsitzender, vor der neuen Schießanlage.
Autor:

Oliver Krebs aus Langenhagen

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