Hoher Besuch bei „Diskurs im Zelt“

Der Landesvater suchte das intensive Gespräch mit den Jugendlichen.
  • Der Landesvater suchte das intensive Gespräch mit den Jugendlichen.
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Langenhagen. Mehr als 300 Schüler des Gymnasiums Langenhagen kamen jetzt im Kulturzelt zusammen, um über selbst abgestimmte Themen weiter zu diskutieren und Ideen zur Umsetzung zu finden. Mit dabei war Ministerpräsident Stephan Weil, der sich über demokratische Beteiligungsprozesse in Langenhagen informierte und viele gute Vorschläge mitnehmen konnte. Weil ermunterte die jungen Menschen, sich auch zukünftig einzubringen.
Ermöglicht wurde das Projekt „Diskurs im Zelt“ durch eine Förderung aus dem Landesprogramm „Mitreden, Mitmachen, Mitbestimmen!“. Eva Bender, Bildungs- und Sozialdezernentin der Stadt Langenhangen freut sich über eine weitere Möglichkeit zur Partizipation. „Für dieses tolle Zusatzangebot sind wir als Stadt Langenhagen sehr dankbar und wollen damit die Interessen der jungen Menschen sichtbar machen“, so Bender.
Die dritte Auflage von „Diskurs im Zelt“ stand im Zeichen von „Mobilität“ und „Bildung“. Beides Themen, mit denen sich die Schülerinnen und Schüler an diesem Projekttag intensiv auseinandergesetzt haben. Mehr Möglichkeiten für Radfahrende und ein besser ausgebauter ÖPNV sowie Fortbildungen für Lehrkräfte und die bessere Vorbereitung auf das spätere Leben waren Kernforderungen der Schülerinnen und Schüler.
„Wir wollen mit diesem Format erreichen, dass sich in Zukunft möglichst viele Jugendliche weiter beteiligen“ so Bildungsmanager Carsten Jakubowski. Entsprechende Anknüpfungspunkte hierzu liefern die vielfältigen Angebote im Haus der Jugend, z.B. mit dem Langenhagener Jugendparlament.
Neben der inhaltlichen Diskussion haben die Schülerinnen und Schüler auch die Beteiligungsformen herausgearbeitet, die sie selbst nutzen können: Schülerinnen- und Schülervertretung, Demonstrationen, Petitionen sowie Mitarbeit in Parteien oder Vereinen.
„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass junge Menschen ernst genommen werden - vor allem ihnen selbst ist dieses Gefühl vermittelt worden. Ich war beeindruckt von den Vorschlägen der Jugendlichen, die ein großes Bewusstsein für die Wichtigkeit der Themen zeigen“ berichtet Schulleiterin Silke Kaune. „Die Schülerinnen und Schüler haben gemerkt, dass sie ihre Vorschläge äußern und aktiv dabei sein können, dass man ihnen zuhört, aber dass sie auch ganz echt Einfluss nehmen können. Das hat man deutlich gemerkt an der Art des Diskurses, der nicht über ihre Köpfe hinweg, sondern mit ihnen geführt wurde“, so Kaune.
Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler an diesem Projekttag vom Verein „Politik zum Anfassen e.V.“.
Mit dem kommenden Termin am 1. Juli endet das Projekt „Diskurs im Zelt“ für die weiterführenden Schulen in Langenhagen.

Autor:

Oliver Krebs aus Langenhagen

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