Gemeinsame Ausbildung mit THW

Mit dem Freimessen wird ermittelt, ob in dem Schachtbauwerk ein gefahrloses
Arbeiten möglich ist.
  • Mit dem Freimessen wird ermittelt, ob in dem Schachtbauwerk ein gefahrloses
    Arbeiten möglich ist.
  • Foto: THW/Pierre Graser
  • hochgeladen von Anke Wiese

Langenhagen. Wie unterscheide ich Abwasser- von Regenwasserschächten und welche Gefahren drohen bei den Arbeiten? Diese und viele andere Fragen waren Thema einer gemeinsamen, zweiteiligen Ausbildung von Technischen Hilfswerk (THW) Hannover/Langenhagen und Stadtentwässerung Langenhagen. Arbeit an und in Abwasser- und Regenwasserschächten kann bei Starkregenereignissen auch auf die Einsatzkräfte des THW zukommen. Das haben nicht zuletzt die Einsätze des THW in Rheinlad-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gezeigt. Dass hier sehr umsichtig gearbeitet werden muss, erfuhren die THW-Spezialisten am ersten Tag von den Profis der Stadtentwässerung Langenhagen.
Das Einsteigen und Arbeiten in Kanalisationen ist mit einem hohen Gefährdungspotential verbunden. Deshalb ist eine Gefährdungsbeurteilung durch den Einsatzleiter, auch wenn es schnell gehen muss, unerlässlich. Ungesichert können Einsatzkräfte bei Arbeiten am Rand des Schachtes oder an Steiggängen abstürzen. Die verunreinigte Atmosphäre im Schacht kann zu Vergiftungen führen, bei Sauerstoffmangel im Schacht besteht die Gefahr zu ersticken. Faulgase oder unzulässig eingeleitete brennbare Stoffe können zu Explosionen führen. Wie messe ich die Luftqualität im Schacht, welche Schutzausrüstung muss getragen werden und wo liegen die Unterschiede zwischen den Ausrüstungen? Viele spannende Fragen wurden an diesem Abend mit Thorsten Brockmann und seinen Kollegen diskutiert. An einem Schacht auf dem Gelände des Klärwerks Langenhagen konnten im Anschluss praktische Erfahrungen gesammelt werden. Christoph Kormann bot den Einsatzkräften des THW wenige Tage später einen interessanten Einblick in Aufbau und Funktionsweise des Langenhagener Klärwerks. Auch hier gibt es durchaus Schnittmengen zu Einsätzen des THW. Im August organisierte der Zugtrupp des 1. Technischen Zuges mit THW Kräften aus dem ganzen Bundesgebiet den Aufbau einer 30 Meter langen Ersatz-Abwasserleitung um das Klärwerk Sinzig wieder ans Abwassernetz anzuschließen. Das Hochwasser der Ahr hatte die eigentliche Abwasserleitung zerstört. Für die interessanten und spannenden Ausbildungsabende bedanken sich die teilnehmenden Einsatzkräfte des THW Hannover/Langenhagen bei Thorsten Brockmann und Christoph Kormann sowie dem Team der Stadtentwässerung herzlich.

Autor:

Anke Wiese aus Wedemark

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.