Mit Klopapiertorte, Clown und Feuerwehr

Clown Dim Dim unterhält die Kinder.
  • Clown Dim Dim unterhält die Kinder.
  • hochgeladen von Oliver Krebs

Langenhagen. Mit einer großen Geburtstagstorte der etwas anderen Art begrüßt Ute Bunzeck, Leiterin der Kita Veilchenstraße in Langenhagen, die mehr als 200 Gäste. „Diese Torte kann man zwar nicht essen, aber sie soll symbolisch für unser 50-jähriges Bestehen stehen“, sagt Bunzeck und zeigt auf einen Berg aus Toilettenpapierrollen. Der Anblick bringt nicht nur viele Kinder, sondern auch manchen Erwachsenen zum Lachen. Die Kita-Gruppen singen gleich mehrfach das Lied „Happy Birthday“, und Bunzeck hält eine kurze Ansprache. Schließlich gilt es, zurückzublicken auf fünf Jahrzehnte, die die Einrichtung mittlerweile besteht.
„Wenn sich in den letzten 50 Jahren auch viel verändert hat, so ist doch eins gleich geblieben: Die Kinder haben bei uns eine tolle und abwechslungsreiche Zeit auf dem Weg zum Erwachsenwerden“, sagt die Kita-Leiterin. Veränderungen gab es einige: So wurde bereits 1982 das Hauptgebäude der Kita um einen Hausaufgabenraum erweitert. Kurz vor der Jahrtausendwende gab es erneut eine Erweiterung, und auch jetzt ist wieder ein neuer Anbau in Planung.
An der Veilchenstraße werden heute rund 100 Kinder von zwei bis zwölf Jahre betreut, letztere in der Hortgruppe. Ein Team aus Erzieherinnen und Erziehern, einer Heilpädagogin und einem Heilpädagogen, einer Kinderpflegerin und zwei Sozialpädagoginnen kümmert sich dabei um das Wohlergehen der Kinder.
Zum 50. Geburtstag ist neben Clown Dim Dim, der die Kinder immer wieder zum Lachen bringt, auch die Feuerwehr Krähenwinkel mit einem Fahrzeug vor Ort, in dem jeder, der mag, gern Platz nehmen darf. An weiteren Stationen wie einer Hüpfburg, einer Slackline und einem Schminkstand können die Kinder zudem Stempel sammeln. Wer fünf Stempel zusammen hat, darf sich ein Eis aussuchen – willkommen bei den warmen Temperaturen.
Die Kita Veilchenstraße habe sich mittlerweile zu einem Ort der kulturellen Vielfalt entwickelt, erklärt Leiterin Ute Bunzeck. In den vergangenen Jahren kamen beispielsweise Kinder mit Wurzeln in Syrien hinzu, aktuell auch Neuankömmlinge aus der Ukraine. Eine ukrainische Mutter – mit ihrer Tochter seit drei Monaten in Deutschland, der Vater ist vor einer Woche nachgekommen – freut sich sehr, dass ihre Tochter bei dem Fest so ausgelassen mitspielen kann. Ihre Familie sei überwältigt von der Feier, bei der sich alle als große Gemeinschaft fühlen könnten, so die Mutter.

Autor:

Oliver Krebs aus Langenhagen

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