Quergedacht

Das Richtige zu tun ist schwer. Wer das Richtige tun möchte, kommt nicht drumherum sich vorher Gedanken zu machen. Viele Gedanken. Über das Woher und Wohin, über das Warum und Wozu und über das oder den, welcher überhaupt richtiges und falsches Handeln definiert. Das Corona Virus hat uns viel Gedankenkraft gekostet. Unterschiedlichste Medienbeiträge haben uns bis heute versucht in bestimmte Richtungen zu lenken. Und dann das alte Thema von Krieg und Frieden. Waffen liefern oder nicht? Gas und Öl von Putin kaufen oder nicht? Die Angst vor einem Atomkrieg groß werden lassen oder nicht? Wichtig bleibt dabei – bei allen Themen in unserer Welt – eines der größten Geschenke Gottes an uns Menschen: den Verstand. Einschalten, benutzen und nicht blind einem Gedanken oder einem Menschen, einer Gruppe, einer Glaubensrichtung, Partei oder auch einem Pastor folgen. Immer hinterfragen, nachdenken und überprüfen. Die Bibel sagt „Traut nicht jedem Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind.“ Nachzulesen im 1. Johannesbrief 4,1. Auch Paulus schreibt in seinem Brief an die Thessalonischer 5,21: „Prüft alles, das Gute behaltet.“
Das gilt tatsächlich für alles in dieser Welt, auch was Kirchen und Aussagen von Predigern betrifft. „Prüft alles, das Gute behaltet.“ Als Richt- und Lotschnur dient dabei Gottes Wort. Jesus ist dabei der Eckstein, zwischen dem die Richtschnur gespannt wird. Jedenfalls für mich persönlich. Das ist so, weil ich Gottes Wort selbst auf seine Wahrheit geprüft habe. Die Bibel, Gottes Wort, hat keine Angst vor einer Überprüfung. Genau das Gegenteil ist der Fall: sie bittet, ja fleht sogar um Überprüfung. Mein Testen und Prüfen hat die Bibel bestanden. Ich war ja nicht immer Christ. „Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen.“ legt uns Psalm 118,8 ans Herz.
Ist es nicht Zeit wieder auf Gott zu vertrauen statt auf Menschen? Ist es nicht Zeit das menschliche Handeln, Denken, Tun und Lassen zu hinterfragen und zu erkennen, dass dem Menschen nicht zu trauen ist. Ist es nicht Zeit sich wieder auf Gottes und Jesu Gebote zu konzentrieren und nicht auf Menschen, die sich Gott gegenüber nicht in Verantwortung sehen? Bitte machen sie es sich jetzt nicht zu einfach und sagen, dass ja auch Christen viel Schlimmes im Namen Gottes angerichtet haben. Ja, das haben sie und tun sie teilweise bis heute. Aber nur, weil sie sich nicht an die Gebote Gottes halten. Das eigene Wollen, Begehren und Wünschen haben auch Christen ganz geschickt in ihrem Glauben versteckt. Nach außen Christ, nach innen aber nur und allein ich. Gottes und Jesu Gebote sind aber klar, wahr, richtig und rufen zu einer inneren Umkehr auf. Das müssen sie mir nicht glauben. Aber ich bitte sie alles zu prüfen, und zwar mit einem scharfen und offenen Verstand. Die Bibel ist meine Richtschnur. Was oder wer ist ihre?

Marc Gommlich, Pastor

Autor:

Oliver Krebs aus Langenhagen

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