Krankheit mit tausend Gesichtern

Wolfgang Holz und Ilona von Gostomski laden zum Gespräch am 28. Mai im CCL ein.
  • Wolfgang Holz und Ilona von Gostomski laden zum Gespräch am 28. Mai im CCL ein.
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Langenhagen (gg). Anlässlich des Welttages Multiple Sklerose (MS) am Mittwoch, 28. Mai, lädt die MS-Selbsthilfegruppe Langenhagen von 10 bis 20 Uhr im CCL zum Gespräch ein. An einem Informationsstand werden Gruppenmitglieder Rede und Antwort stehen und zu ihrer Situation Auskunft geben. „Zum MS-Krankheitsbild gibt es viele Irrtümer“, erklärt Wolfgang Holz aus der Selbsthilfegruppe. Die chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems kann sehr unterschiedlich verlaufen: Da die Nervenfasern geschädigt werden, leiden die Betroffenen unter Schmerzen. Schubweise tritt Ermattung, Müdigkeit oder eine Einschränkung der Motorik ein. Der Körper macht nicht mehr das, was der Kopf will. „MS ist kein Muskelschwund, keine Geisteskrankheit und nicht ansteckend. Mit der Aufklärung zu den Symptomen der MS wollen wir Berührungsängste unter den Mitmenschen abbauen und Mitgefühl aufbauen, denn es verletzt uns Betroffene sehr, wenn wir wegen motorischer Beeinträchtigung als betrunken oder lahm beschimpft werden,“ sagt Wolfgang Holz. Schwer sei es, denn Alltag trotz der Handycaps selbstbestimmt zu leisten. Ilona von Gostomski, Leiterin der Selbsthilfegruppe, ergänzt: „Da hilft das Gespräch untereinander.“ Gruppentreffen sind immer am letzten Dienstag des Monats um 15 Uhr im Anna Schaumann Stift, Ilseweg 9-11.

Autor:

Gabriele Gosewisch aus Langenhagen

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