TSV KK verpasst Finaleinzug

Eine lange Erfolgsgeschichte ist für die Fußballmannschaft des TSV Krähenwinkel/ Kaltenweide zu Ende gegangen. Die Krähen verloren das Halbinale des Bezirkspokals beim SV Brigitta-Elwerath Steimbke mit 4:5 nach Elfmeterschießen. Für die Krähen war dies gleichbedeutend mit der ersten Niederlage in diesem Wettbewerb seit dem 8.August 2017. Zugegeben, in den vergangenen Jahren wurden die Spielzeiten im Pokal coronabedingt meist in abgespeckten Varianten ausgetragen, in der letzten Saison wurde sogar gänzlich darauf verzichtet. Dennoch - weit mehr als vier Jahre Pokalteilnehmer zu sein, das ist aller Ehren wert.
Dennoch überwog am Sonnabend die Enttäuschung, das in greifbarer Nähe liegende Endspiel gegen den SV Bavenstedt verpasst zu haben. Doch der SVBE Steimbke, der in der Bezirksliga noch Ambitionen auf den Aufstieg in die Landesliga hegt, hat das gut gemacht. Die Abwehr um den starken Torhüter Sascha Pachonik war jederzeit aufmerksam, zudem setzten die Blau-Weißen einige Konter. In der ersten Halbzeit hatten die Krähen leichte Vorteile und mehr Abschlüsse, die besseren Chancen hatte jedoch Steimbke. Marcel Wind, Dennis Pissor und Jan-Michel Cordes scheiterten. Für den TSVKK bot sich die beste Gelegenheit nach einem Freistoß von Lukas Schorler von der rechten Seite. Den Ball verloren die Krähen zunächst, setzten jedoch nach und kamen nach Wiedererlangen des Spielgeräts zum Schussversuch von Tom Selzam. Beim Stande von 0:0 wurden die Seiten gewechselt.
Kurz nach Wiederbeginn hatten die Rot-Blauen dann die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Sie bekamen einen Foulelfmeter zugesprochen, und Mannschaftskapitän Alexander Dosch legte sich den Ball auf den Punkt. Doch der ansonsten so zuverlässige Strafstoßschütze scheiterte. Seinem Schuss fehlte es an der nötigen Wucht, und Sascha Pachonik, der die letzten beiden Elfmeter gegen sich bereits gehalten hatte, konnte den Ball sogar festhalten. Auch in der nächsten Szene zeigte Pachonik sein Können. Nach einem tollen Schuss von Andrew Owusu lenkte er den Ball mit einem starken Reflex mit der Hand ins Toraus. Eine weitere gute Möglichkeit konnte Owusu nicht nutzen, und bei Marlon Pickerts guter Freistoßgelegenheit in der Schlussphase blieb der Ball in der Steimbker Mauer hängen. So endete die reguläre Spielzeit torlos, und das Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Und hier erwiesen sich die ersten acht Schützen allesamt als Meister ihres Faches. Die Elfmeter von Oliver Poltier, Marcel Wind, Jan Dase und Dennis Pissor auf Seiten der Gastgeber sowie Marcel Kunstmann, Steven-Emanuel Calò, Tom Selzam und Lukas Schorler für die Krähen waren durch die Bank weg so stark geschossen, dass Sascha Pachonik und Andre Pigors, kaum eine Chance hatten. Beim fünften Elfmeter war dann Alexander Dosch an der Reihe. Und ihm klebte an diesem Nachmittag das Pech an den Stiefeln. Nachdem er bereits im Spielverlauf aus elf Metern gescheitert war, schoss Dosch den Ball nun über das Tor. Ümit-Ugur Tavan traf anschließend für Steimbke, und der Bezirksligist konnte den Finaleinzug bejubeln.
Alle Krähen wissen, was sie an Alexander Dosch haben. Er hat schon so viel für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide geleistet, und auf ihn kann man sich immer verlassen. So wird niemand böse auf ihn sein. Nach dem Pokalaus versuchten seine Mitspieler sogleich, ihn wieder aufzubauen. Zudem gehört auch eine gehörige Portion Mut dazu, nach einem Fehlschuss einen weiteren Elfmeter zu schießen. Und sicherlich konnte Dosch auch wieder lachen, als am nächsten Tag der herausragende Aufstieg der zweiten Mannschaft der Krähen in die Bezirksliga feststand.
Für das Landesligateam stehen nun noch zwei Spieltage in der Aufstiegsrunde zur Oberliga auf dem Programm. Dort haben die Krähen vier Punkte Rückstand auf Tabellenführer TSV Pattensen. Am Sonnabend, den 11.Juni spielt das Team um 16 Uhr beim Spitzenreiter. Bei einem Sieg würden die Krähen bis auf einen Punkt heranrücken und könnten mit etwas Glück bei ihrem Heimspiel gegen den STK Eilvese am letzten Spieltag selbst noch einmal ins Geschehen eingreifen.
Mannschaft: Pigors, Marre, Dosch, Pickert, Hübner (ab 90.Calò), Schorler, Roß, Selzam, Owusu (ab 82.Malarowski), Kunstmann, Böttcher (ab 77.Schmidt) Trainer: Preuß Tore: keine Elfmeterschießen: 0:1 Kunstmann, 1:1 Poltier, 1:2 Calò, 2:2 Wind, 2:3 Selzam, 3:3 Dase, 3:4 Schorler, 4:4 Pissor, Dosch verschießt, 5:4 Tavan

Autor:

Oliver Krebs aus Langenhagen

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