Bürger sollten auf der Hut sein

Trickbetrüger geben sich am Telefon als Polizeibeamte aus

Langenhagen. Am Montag,12. November, hat die Polizei zahlreiche Hinweise zu Anrufen von „falschen Polizeibeamten“ entgegengenommen, sodass sie noch einmal dringend an alle Bürger appelliert, auf der Hut zu sein. Aktuell sind es 48 Hinweise zu falschen Polizeibeamten, die der Ermittlungsgruppe für Trickbetrug und Trickdiebstahl vorliegen. Der Hauptanteil mit 38 Anrufen betrifft die Stadt Hannover. Die restlichen zehn Hinweise verteilen sich auf Seelze (4) und Springe, Isernhagen, Garbsen, Wunstorf, Pattensen und Langenhagen. Glücklicherweise waren alle Hinweisgeber, die entsprechende Telefonate entgegengenommen hatten, misstrauisch, sodass es in all diesen Fällen bei einem Anruf blieb.
Die Masche, mit der die Trickbetrüger vorgehen, ist immer ähnlich gestrickt: Der Anrufer gibt sich als Polizeibeamter aus, gaukelt eine Einbruchserie vor, bei der es bereits zu Festnahmen gekommen ist, einige Einbrecher jedoch flüchten konnten. Meist sprechen die falschen Polizeibeamten von einer Liste mit Einbruchobjekten, die noch in Planung sind und fordern die Angerufenen auf, ihnen ihre Vermögenswerte (Geld, Schmuck), zu ihrer eigenen Sicherheit kurzfristig auszuhändigen beziehungsweise zur Abholung, zum Beispiel vor der Haustüre, zu deponieren. Die Betrüger gehen bei einem solchen Telefonat sprachlich geschickt vor, spielen mit Ängsten des Gegenübers und horchen sie ganz nebenbei zu  Vermögenswerten aus und suggerieren nicht zuletzt vermeintliche Sicherheit. Dabei haben sie nur ein Ziel: Das Vermögen des Gegenübers. Der wichtigste Tipp, der unbedingt beherzigt werden sollte: Die Polizei stellt niemals am Telefon Fragen zu Vermögenswerten! Die Bürger sollten weiterhin wachsam und misstrauisch sein und nicht zögern, sich an die Polizei zu wenden.