"Hortplatz ist nur Notnagel"

Rot-Grün forciert Offene Ganztagsschulen

Langenhagen (ok). Es schien so, als seien einige CDU-Ratsmitglieder beim Vortrag der Grünen Elvira Drescher eingenickt. Aber als der Satz fiel, waren alle plötzlich wieder hellwach. Man müsse Druck auf die Schulleitungen ausüben, die das Konzept der offenen Ganztagsschulen nicht durchsetzen wollten. Eine qualitative Ganztagsbetreuung bis 15 und 16 Uhr müsse gewährleistet sein. Eine Wortwahl, mit der sich die Christdemokraten so gar nicht anfreunden konnten. Die SPD vertritt die gleiche Auffassung wie ihr Koalitionspartner, die Grünen. Marc Köhler, Fraktionschef der SPD: "Die offene Ganztagsschule übernimmt eine Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsfunktion, der Hort nur eine Betreuungsfunktion." Deshalb könne ein Hortplatz nur ein Notnagel sein, denn die Schule habe einen gesellschaftlichen Wandel durchgemacht. Der Schlecker-Markt stellt nach Ansicht Dirk Musfeldts keine wirkliche Alternative in Sachen Hort in Krähenwinkel dar. Die Einstellung der rot-grünen Mehrheit, langfristig auf die offene Ganztagsschule zu setzen, kaum bei einigen Eltern im Publikum nicht gut an. Sie brauchen nach eigenen Aussagen dringend Hortplätze, damit Mutter und Vater ganztags arbeiten können, ansonsten sei zum Beispiel die Hausfinanzierung gefährdet. Deshalb müssten kurzfristige Lösungen her, so das Anspruchsdenken.