Neue Ausstellung

„Art. 132-75“ beim Kunstverein bis 16. Juni zu sehen

Langenhagen. Die Ausstellung „Art. 132-75“ beim Langenhagener Kunstverein konzipiert von Gallien Déjean, Emmanuel Guy, Juliette Pollet und Fanny Schulmann, with Reynaldo Gomez und Sif Lindblad ist noch bis zum 16. Juni zu sehen.
Mit Arbeiten von Laëtitia Badaut Haussmann, Béatrice Balcou, Eva Barto and Sophie Bonnet-Pourpet, Camille Blatrix, Maxime Boidy, Bruno Botella, Ian Burn, Andrea Büttner, Philippe Decrauzat, Guy Debord, atelier Gamil, Jacqueline de Jong, Buster Keaton, Benoît Maire, Enzo Mari, Pierre Paulin, Jean-Luc Moulène, Daniel Pommereulle, Clément Rodzielski, Cinzia Ruggeri, Jean-Michel Sanejouand, Anne-Françoise Schmid und Michael E. Smith.
Ist es möglich, kritische Ideen aus einer temporären Sammlung von Objekten zu entwickeln, ohne sie zu fetischisieren oder als überflüssig zu betrachten? Die Ausstellung Art. 132-75* untersucht das den Objekten inhärente Potenzial zum Widerstand, anstatt sie alleinig als relationales Element zwischen dem Mensch und seiner Umgebung zu betrachten. An der Schnittstelle von Politik, Physik und Ontologie bestätigt diese temporäre Sammlung von Objekten die unterschwelligen, autonomen und nicht-relationen Aspekte von Artefakten, ihre Kapazität zur Blockade, ihre burleske Instabilität oder ihr tödliches Potenzial.
Zitat der KuratorInnen: „Während wir mit unseren Freunden über Politik sprechen, richtet sich unser Blick mechanisch auf die auf dem Tisch ausgebreiteten Objekte. Einen Ausweg aus den Widersprüchen unserer Diskussionen oder eine Verbindung zwischen Worten und Gedanken suchend, tastet das Auge die scheinbar unbedeutenden Dinge vor ihm ab, in der Hoffnung, eine Leerstelle zu finden, in der sich die Situation klarstellen ließe. Jedoch ist es oft der genau umgekehrte Vorgang – wir beginnen mit den Objekten auf dem Tisch – die einen Bilanz ziehen lassen."
*Im französischen Strafgesetzbuch definiert Artikel 132-75 den Begriff "une arme par destination" als einem Objekt, dass zur Waffe wird, gleichermaßen durch sein Potenzial als auch durch die vermeintliche Intention seines Trägers, Schaden zu erzeugen.