Ohne Moos nix los...

23. März: Equal Pay Day vor Ort

Langenhagen (gg). "Die Lohnlücke sinkt", meldet die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Langenhagen Anne Kirchenbüchler zum Equal Pay Day, ein internationaler Aktionstag für die Lohngerechtigkeit zwischen Mann und Frau. "Die (unbereinigte) Entgeltlücke liegt hierzulande jetzt bei 22 Prozent; zum Vergleich: im EU- Durchschnitt verdienen Frauen 16,2 Prozent weniger als Männer", sagt sie. An den Ursachen des Entgeltunterschieds wie etwa an der schlechten Entlohnung in den vornehmlich von Frauen ausgeübten Berufen habe sich wenig verändert. So verdiene etwa eine Krankenschwester 1.800 Euro im bundesweiten Durchschnitt. Der ungelernte Produktionshelfer aber schon 1.600 Euro oder der Maurer 2.200 Euro.
Laut statistischem Bundesamt steigt die errechnete Lohnlücke mit dem Bildungsniveau und dem Alter, also auch mit der Berufserfahrung. So verdient etwa eine diplomierte Frau rund 3.500 Euro während der diplomierte Mann im Schnitt 4.500 Euro verdient. Frauen erwirtschaften aufgrund niedriger Gehälter so insgesamt weniger Vermögen und beziehen niedrigere Renten. Die Rentenlücke liegt aktuell bei rund 60 Prozent. Altersarmut ist also vornehmlich weiblich.
Die Gleichstellungsbeauftragte wird in einer gemeinsamen Aktion mit dem Langenhagener Frauenbündnis am Sonnabend, 23. März, zwischen 10.15 und 12.00 Uhr voraussichtlich im Erdgeschoss des City Centers Langenhagen auf die Entgeltungleichheit und ihre Folgen aufmerksam machen. Start der Aktion sind die Ruhebänke vor dem Rewe-Supermarkt. Weitere Informationen: Email anne.kirchenbuechler@langenhagen.de.