SEK hinzugezogen

Angeklagter verletzt sich selbst vor Gericht

Hannover/Langenhagen. Am Montagvormittag hat sich ein 64 Jahre alter
Mann im Sitzungssaal des Landgerichtes selbst verletzt und damit die Verhandlung
verzögert. Erst durch den Einsatz des Spezialeinsatzkommandos konnte der Mann
beruhigt werden. Er wurde nach Verlesung der Anklageschrift in ein Krankenhaus
gebracht. Der Mann aus Langenhagen steht wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte vor Gericht. Hintergrund ist die Vollstreckung eines Haftbefehls aus dem Jahr 2019,
bei dem sich der Langenhagener gegen die Beamten gewehrt hatte. Mit Verhandlungsbeginn um 09:30 Uhr verletzte sich der 64-Jährige aus Langenhagen mit einem Metallstück selbst am Hals und an den Armen, so dass er blutete. Die Verhandlung wurde daher zunächst unterbrochen. Dennoch konnte der Mann nicht beruhigt werden, sondern drohte sich weiter selbst zu verletzten, insbesondere, wenn jemand sich ihm nähert. Daher wurde das
Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamtes (LKA) hinzugezogen. Beamte
des SEK konnten den Mann überwältigen. Da sich der Mann anschließend beruhigte
und nicht schwerwiegend verletzt war, konnte die Anklageschrift durch die Richterin verlesen werden. Er wurde nach Verlesung in ein Krankenhaus transportiert.