"Sozialverträglich nicht möglich"

Langenhagen (ok). Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Die Spitze im Rathaus wehrt sich gegen den Vorwurf des Bündnisses unabhängiger Bürger Langenhagens (BBL), die Kernverwaltung sei komplett überbesetzt, gerade, was den Fachbereich Planen und Bauen angehe. Insgesamt will die BBL mindestens 200 Stellen "sozialverträglich" abbauen (das ECHO berichtete). Für Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch ein Ding der Unmöglichkeit, im stark kritisierten Fachbereich seien lediglich 89 der rund 631 Stellen in der gesamten Verwaltung angesiedelt; darunter fielen noch die 14 Hausmeister. Und die anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien keinesfalls durch die Bank weg hochdotiert. Was den Vorwurf der häufigen Fremdvergabe an externe Büros angeht: "Wir müssen schließlich die gesamte Bauaufsicht übernehmen", stellt sich Monika Gotzes-Karrasch schützend vor ihre Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter. Ihr sei auch schleierhaft, wie die BBL einen "sozialverträglichen" Abbau in einer solchen Zahl hinbekommen wolle; bis 2016 gingen lediglich 52 Frauen und Männer in der Verwaltung in den Ruhestand. Langenhagen mit anderen Kommunen gleicher Größe wie etwa Garbsen zu vergleichen, passe hinten und vorne nicht, zu unterschiedlich seien die Aufgabenbereiche. So habe Garbsen keine städtischen Kindertagesstätten; in Langenhagen dagegen stünden 124 Erzieherinnen und Erzieher der Kitas auf der städtischen Gehaltsliste. Und nur für die gebe aus gesetzlichen Gründen keine Wiederbesetzungssperre, in allen anderen Bereichen der Verwaltung schon.