Stadtelternrat legt Protest ein

Langenhagen (ok). Der Informationsabend zur Umwandlung der Robert-Koch-Realschule findet schon am heutigen Abend statt, aber der Stadtelternrat will sich mit der Entscheidung offensichtlich nicht so recht anfreunden. In einem Schreiben an Langenhagens Sozialdezernentin Monika Gotzes-Karrasch macht das Gremium vielmehr deutlich, dass es sich sogar "rechtliche Schritte vorbehält, um die Bildungsvielfalt zu erhalten." Hintergrund: Nach eigener Auffassung hätte der Stadtelternrat vor Antragstellung bei der Landesschulbehörde gehört werden müssen. Er habe sich klar und deutlich positioniert: Nicht eine teilgebundene Ganztagssschule, sondern eine Halbtags- oder offene Ganztagsschule sei die Forderung gewesen. Die Stadtverwaltung sieht das in ihrer Stellungnahme allerdings ein wenig anders. "Wie dem Protokoll der Ratssitzung vom 4. Juli zu entnehmen ist, sollte die Entscheidung über die Form des Ganztags der Schule überlassen bleiben." Der Schulvorstand habe sich in seiner Sitzung vom 19. September 2018 für eine teilgebundene Ganztagsschule ausgesprochen. Das Kollegium ebenso. Für die Antragstellung im Oktober 2018 bei der Landesschulbehörde habe der Stadtelternrat ein Protokoll vom 11. Mai 2017 eingereicht, aus dem ersichtlich sei, dass er sich bereits zum Thema Umwandlung der RKS in eine IGS beraten habe. Die Landesschulbehörde entscheide letztendlich, ob der Protokollauszug ausreichend für die Genehmigung sei. Der Vorsitzende Uwe Gülke betont allerdings, dass sich der Stadtelternrat zwar beraten, aber nicht für eine IGS entschieden. Favorit sei immer eine Ober- oder eine Realschule, zumindest eine Halbtagsschule, gewesen.