Vollständiges Impfen unabhängig vom Gesetz

Langenhagen. Die Zahl der Masernerkrankungen ist in der Region Hannover im Vergleich zu den vergangenen Jahren nicht auffällig. Bis Anfang Dezember waren es sieben Fälle, im gesamten Jahr 2018 waren es vier Fälle. Die meisten Fälle seit dem Jahr 2001 gab es mit 27 Erkrankungen im Jahr 2006. Dies berichtet die DAK-Gesundheit mit Bezug auf Statistiken des Robert Koch-Instituts (RKI). Obwohl die Masern immer wieder auftreten, ist die Impfbereitschaft landesweit nicht ausreichend. Zwar haben nach den jüngsten Zahlen des Niedersächsischen Landesgesundheitsamts rund 97 Prozent der Schulanfänger die Erst-Impfung bekommen, bei der entscheidenden zweiten Masernimpfung liegt die Quote jedoch bei 93 Prozent, damit unter der gewünschte Impfquote von 95 Prozent.
Um die Infektionskrankheit auszurotten empfehlen Experten der Weltgesundheitsorganisation WHO eine Impfquote von mindestens 95 Prozent. „Masern sind nicht nur eine lästige und ungefährliche Kinderkrankheit. Im Gegenteil - für manche enden sie tödlich“, sagt Stefanie Gödecke von der DAK-Gesundheit in Langenhagen. „Die zweifache Impfung verhindert bei nahezu allen geimpften Kindern den Ausbruch einer Erkrankung bei meist lebenslanger Immunität.“ Das Ziel müsse es sein, einen Anstieg der Impfquoten zu erreichen. „Unabhängig vom neuen Gesetzesvorstoß appellieren wir daher an die Eltern, ihre Kinder zweimal bis zum zweiten Lebensjahr zu impfen.“ Auch Erwachsene sollten ihren Impfstatus überprüfen.