Zivilisten fordern Bußgeld ein

Truppenübungsplatz: Im Zweifelsfall Ausweis zeigen lassen

Langenhagen. Die Angehörigen der Bundeswehr und die Beschäftigten der Stadt Langenhagen, die in bestimmten Belangenkontrollieren dürfen, sind auf Grund ihrer Kleidung als solche deutlich zu erkennen. Darauf weisen Bundeswehr und Stadtverwaltung gemeinsam hin, nachdem Berichten zufolge zwei, in Zivil gekleidete Personen auf dem Standortübungsplatz Hannover Bußgelder von Hundebesitzern einzufordern versucht hätten. Als Grund dafür sei ein Verstoß gegen die Anleinpflicht benannt worden, die auf dem Privatgelände der Bundeswehr generell herrscht. Zu solchen Überprüfungen sind innerhalb der öffentlichen Grünanlagen Langenhagens einzig Beschäftigte der Stadt, auf dem Standortübungsplatz Angehörige der Bundeswehr berechtigt – und alle Mitglieder dieser Gruppen können sich ausweisen, betonen beide Organisationen. Außerdem fordern Berechtigte der Bundeswehr vor Ort kein Geld ein, sondern stellen die Personalien fest und leiten gegebenenfalls ein Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.
Die Bundeswehr als Eigentümerin des Truppenübungsplatzes nahe Langenhagen, Isernhagen und Bothfeld bittet in diesem Zusammenhang die Nutzer des Areals um ihre Unterstützung. Wer ähnliche Erfahrungen oder entsprechende Beobachtungen gemacht hat, möge sich bitte an das Unterstützungspersonal in der Kurt-Schumacher-Kaserne unter der Telefonnummer (05 11) 284 19 07 wenden. „Liegen uns Beschreibungen der Personen vor, können wir bei unseren Kontrollfahrten entsprechend Ausschau halten“, sagt Stabsfeldwebel Frank Wenske.
Das Betreten des Standortübungsplatzes Hannover ist nur außerhalb der Übungszeiten auf eigene Gefahr gestattet. Eine Übersicht der Sperrzeiten finden Interessierte unter anderem unter www.langenhagen.de im Internet. Dort sind auch alle Auflagen und Verbote gelistet, die Nutzer des Geländes auch in ihrem eigenen Interesse beachten sollten.