Zuschuss für Waldkindergarten

Kaltenweide (ok). Es soll noch in diesem Jahr losgehen: Der Waldkindergarten des Vereins FEBEL im Kananoher Forst steht für insgesamt 15 Kindern in den Startlöchern. Der Rat der Stadt Langenhagen hat jetzt einen Betriebskostenzuschuss genehmigt, der sich auf etwa 80.000 Euro im Jahr beläuft und für eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen worden ist. Bevor die Abstimmung über  die Bühne ging, gab es allerdings noch eine längere Diskussion. Ein Teil davon muss ein Déjà-Vu-Erlebnis für die Verantwortlichen gewesen sein. Wie im Jahr 2007, als Grüne und SPD eine Grundsatzdebatte über die fundamentalistische Ausrichtung des Trägervereins. Schon damals hatte das Verwaltungsgericht entschieden, dass es einen Zuschuss geben müsse. Und auch diesmal wies Jessica Golatka (CDU) darauf hin, dass die Politik nicht in die Wahlfreiheit der Eltern eingreifen könne. Auch an die Adresse von Jens Mommsen (BBL), der eine Gefahr aus einer ganz anderen Richtung, nämlich aus gesundheitlichen Gründen, wittert. Das Stichwort ist hier Borreliose; eine Krankheit, die unter anderem durch Zecken im Gras übertragen werde. Die Eltern müssten sich bewusst sein, welcher Gefahr sie ihren Kindern aussetzten. Offensichtlich sehen viele Eltern das nicht so, denn die Nachfrage nach einem Platz im Waldkindergarten ist sehr groß; viele Eltern sind von dem pädagogischen Konzept überzeugt. Kita-Leiterin Waltraud Dachwitz: "Jetzt warten wir auf die Baugenehmigung, die Voraussetzung für die Betriebserlaubnis ist." Aber alles sei schon vorbereitet, sodass  bei planmäßigem Verlauf und offenem Wetter noch in diesem Jahr gestartet werden könne.