10.000 Euro für die „Nahtstelle“

Nahtstellen-Koordinatorin Jennifer Rihm heftet im Beisein von Dienststellenleiter Tim Heinrich (Johanniter, rechts) Heinrich Jagau, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, als Dank für die Förderung einen Nahtstellen-Pin ans Revers. (Foto: Johanniter/B. Martin)

Sparkasse unterstützt Ehrenamtliche der Johanniter-Kleiderkammer

Langenhagen. Mit Kleidung fing alles an: Mittlerweile ist die „Nahtstelle“ der Johanniter in Langenhagen aber mehr als eine Kleiderkammer. Geflüchtete und Bedürftige finden hier die Möglichkeit soziale Kontakte zu knüpfen, die deutsche Sprache zu üben oder sich auf Bewerbungsgespräche vorzubereiten. Die Sparkasse Hannover fördert dieses ehrenamtliche Engagement jetzt mit einer Spende von 10.000 Euro. Bei einem gemeinsamen Pressetermin überreicht Dr. Heinrich Jagau, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Hannover, heute den Scheck: „Die Nahtstelle bietet Menschen, die in Not geraten sind, schnell und unbürokratisch Hilfe - und das nicht nur mit Kleidung. Sie ist eine wertvolle Anlaufstelle für Hilfesuchende unterschiedlichster Herkunft“, sagt Heinrich Jagau. „Wir freuen uns sehr, dieses bedeutende Projekt unterstützen zu können.“Tim Heinrich, Dienststellenleiter der Johanniter in Langenhagen, freute sich sehr über diese Unterstützung. „Mit dieser Förderung können wir die Arbeit unserer Ehrenamtlichen unterstützen und überhaupt erst möglich machen. Die Helfer leisten unheimlich viel und schenken uns ihre freie Zeit für eine gute Sache“, so Heinrich. Sie sortieren Kleidung für die Kleiderkammer, helfen beim Üben der deutschen Sprache oder trainieren zusammen für Bewerbungsgespräche. Die Unterstützung ist bewusst niedrigschwellig angelegt, jeder der Hilfe benötigt, bekommt sie.
Die „Nahtstelle“ versteht sich als Anlaufpunkt und dient den Menschen als Ort, um Kontakte zu knüpfen. Bürger können diesen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft mit einer Kleiderbügelpatenschaft unterstützen. Mit der Spende, deren Höhe jeder Pate selbst nach eigenem Ermessen festlegt, können die Johanniter ihre Ehrenamtlichen für ihr Engagement entsprechend schulen und ausstatten. Als Wertschätzung und Symbol nach außen gibt es einen Pin zum Anstecken.
Die Kleiderkammer „Nahtstelle“ fungierte zunächst als Hilfsangebot für Geflüchtete. Sie besteht seit Herbst 2015 und ist seit 2016 im Nordhannoverschen Ortsverband der Johanniter in Langenhagen angesiedelt. Mittlerweile wurde die Zielgruppe erweitert. Bedürftige verschiedener Herkunft besuchen die „Nahtstelle“, erhalten dort Kleidung, Rat, Beistand und können soziale Kontakte pflegen. Die Hilfe wirkt über Langenhagen hinaus: Die Ehrenamtlichen versorgen zum Beispiel Menschen, die ihr Hab und Gut durch einen Brand verloren haben, Familien, deren Gepäck bei einer Flugreise verloren gegangen ist, Menschen, die vom Johanniter-Kältebus aus Hannover verpflegt werden, die Bedürftigen aus der Unterkunft für drogenabhängige Obdachlose U.D.O. in Hannover-Lahe oder werdende Mütter in sozialer Not mit einer Erstausstattung für ihr Neugeborenes und Kleidung für den Klinikaufenthalt. Insgesamt sind rund 35 Menschen ehrenamtlich in der „Nahtstelle“ aktiv.