102-Jährige starb bei Hausbrand

60 Einsatzkräfte waren mit insgesamt 13 Fahrzeugen in Krähenwinkel im Einsatz. (Foto: S. Bommert)

Anbau stand am Birkenweg in Krähenwinkel in Flammen

Krähenwinkel. Anwohner bemerkten am Montagmorgen Feuerschein an einem Doppelhaus im Krähenwinkler Birkenweg. Sie setzten umgehend den Notruf über die Notrufnummer 112. ab. Um 6 Uhr wurden daraufhin die Ortsfeuerwehren Krähenwinkel und Kaltenweide mit dem Alarmstichwort "b1, Feuerschein sichtbar" alarmiert. Im Verlauf gingen weitere Notrufe in der Regionsleitstelle Hannover ein, die über Hilfeschreie aus dem Objekt berichteten. Die disponierende Person in der Leistelle erhöhte nunmehr auf die zweite Brandstufe. Dadurch wird gemäß der Alarm- und Ausrückordnung der Löschzug inklusive der Drehleiter der Ortsfeuerwehr Langenhagen hinzualarmiert. Der zuerst eingetroffene stellvertretende Stadtbrandmeister, Oliver Schütte, bestätigte, dass der rechte Anbau voll in Flammen stand. Durch gewaltsames Öffnen der Hauseingangstür verschaffte er sich Zugang zur Wohnung. Der nähere Zugang zum Anbau war insbesondere durch Brandgase nicht mehr möglich - der weitere Weg ist nur mit einem Atemschutzgerät möglich gewesen. Das weitgehend rauchfreie Erdgeschoss konnte er in einer Schnellerkundung absuchen und zumindest für diese Bereich ausschließen, dass Personen hier anwesend waren. Der kurze Zeit später eintreffende Atemschutz der Ortsfeuerwehr Krähenwinkel setzte an die Ersterkundung an und suchten die verqualmten Obergeschosse ab.
Ein weiterer Trupp wurde parallel eingesetzt, der mit der Brandbekämpfung des seitlichen Flügels begann. Nach Abschluss der Brandbekämpfung wurde die vermisste 102-jährige Bewohnerin schlussendlich gefunden. Sie war bereits verstorben, eine Notärztin stellte ihren Tod fest. Unter der Einsatzleitung von Katharina Warda waren 60 Einsatzkräfte mit 13 Fahrzeugen vor Ort. Die Einsatzstelle wurde dem Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover übergeben. Während des gesamten Einsatzes wurden zwei C-Rohre im Innenangriff, eins im Außenangriff sowie ein Wenderohr über die Drehleiter eingesetzt. Der Brand im Vorbau hatte sich im Verlauf auf Räume im eigentlichen Wohnhaus und in die Dachhaut ausgebreitet. Die Erkundungs- und Löschmaßnahmen wurden durch acht Atemschutztrupps umgesetzt. Der Einsatz war um 9.30 Uhr beendet.
Übrigens: Die Feuerwehr bedankt sich bei den Anwohnern, die die Einsatzkräfte mit Tee, Kaffee und Keksen versorgt haben.Experten des Zentralen Kriminaldienstes Hannover haben den Brandort untersucht. Sie gehen von einem technischen Defekt an einer elektrischen Leitung oder einem Elektrogerät im Wintergarten als Ursache für das Feuer aus.
Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf 150 000 Euro.