105 Feuerwehrleute trainieren den Ernstfall

Hotelgäste werden mit der Drehleiter vom Hoteldach gerettet.Foto: D. Thiele

Einsatzübung im Holiday Inn am Flughafen / Zufriedenheit auf allen Seiten

Langenhagen (dt). Zum Glück war dieser Einsatz nur eine groß angelegte Übung. 105 Feuerwehrleute aus Langenhagen trainierten am Sonnabend im und am Hotel Holiday Inn am Flughafen den Ernstfall. Der Hausalarm des Hotels meldete am Sonnabendmittag intern einen Zimmerbrand und um 14 Uhr informierte das Hotelpersonal die Freiwillige Feuerwehr Langenhagen. Acht Minuten später hielten die ersten Feuerwehrautos vor dem Haus. Das Zimmer stand mittlerweile in Flammen und dichter Rauch machte die Sicht auf den Fluren unmöglich und versperrte so mögliche Fluchtwege. Zwar wurden die Gäste immer wieder lautstark über Tonbandansagen aufgefordert, so schnell wie möglich die Sammelpunkte aufzusuchen, aber dennoch blieben einige von ihnen zunächst vermisst. Während ein Teil der Feuerwehrleute mit Atemschutzmasken durch die Lobby hinauf in die Gästeetagen stürmte, wurden die Vermissten auf dem Dach entdeckt. Dorthin waren sie vor dem beißenden Qualm geflüchtet, nun konnten sie mithilfe der Drehleiter in Sicherheit gebracht werden.
16 Gäste waren zum Zeitpunkt der Übung im Hotel und sie beobachteten neugierig, wie zehn fiktive Hotelgäste (gespielt von fünf Feuerwehrleuten, vier Hotelangestellten und einer Puppe) aus den Flammen gerettet wurden. Übungsziele der Feuerwehrleute waren dabei nicht nur die Rettung von Menschen und die Bekämpfung des Brandes. Außerdem mussten Verletzte versorgt, die Evakuierung überprüft und die Löschwasserversorgung aufgebaut werden. Und das alles in Zusammenarbeit mit anderen Feuerwehreinheiten. Hotelmanager Peter Schulze war mit der Übung – die erste dieser Art in seinem Haus – zufrieden. „Hausalarm und Brandmeldeanlage funktionieren einwandfrei, die Akustik der Tonbandstimme war auch gut“, stellte er abschließend zufrieden fest. Nur der Informationsfluss zwischen dem Hotelpersonal und der Feuerwehr müsse noch optimiert werden. „Deshalb machen wir so eine Übung, schließlich wollen wir daraus lernen.“ Das sah auch Harald Garlisch, Pressesprecher der Feuerwehr, so: „Alles lief nach Plan, es gab nur geringe Probleme, aus denen wir für die Zukunft lernen können.“