15-Jähriger am Silbersee verunglückt

Der zweite schwere Badeunfall innerhalb einer Woche ereignete sich wieder am Steilhang des Ostufers am Silbersee. (Foto: F. Berkemann)

Feuerwehrleute zogen Jungen aus dem Wasser

Langenhagen (ok). Zweiter schwerer Badeunfall innerhalb einer Woche: Am Dienstagnachmittag ist ein 15-Jähriger im Silbersee in Langenhagen beim Schwimmen verunglückt. Der Jugendliche wird derzeit in einer Klinik medizinisch versorgt.
Ersten Informationen zufolge hatte sich der 15-Jährige am Dienstagnachmittag an dem Langenhagener Badesee, an der gegenüberliegenden Seite des Strandbads, aufgehalten. Gegen 17.15 Uhr kam dann der Einsatz für die Rettungskräfte, nachdem mehrere Zeugen den Jungen etwa 15 Meter vom Strand- und Uferbereich entfernt im See abtauchen, aber
nicht wieder hochkommen sahen. Badegäste sowie Angehörige der DLRG begannen daraufhin sofort mit der Suche. Nach Eintreffen der Kräfte von Feuerwehr und DLRG wurden sofort die beiden Boote ins Wasser gelassen sowie eine große Suchkette gebildet.
Kurz nach halb sechs wurde der Jugendliche von Feuerwehrleuten aus dem Wasser gezogen, war jedoch nicht ansprechbar. Nach erfolgreichen Reanimationsmaßnahmen einer Rettungswagenbesatzung kam der Jugendliche in eine Klinik, wo er nun medizinisch versorgt wird. Die Polizei geht von einem Unglücksfall aus, Hinweise auf Fremdverschulden liegen nicht vor. Mit knapp 50 Einsatzkräften in diversen Fahrzeugen sowie mit zwei Booten rückten die Helfer an dieselbe Stelle wie in der Woche zuvor zum Silbersee aus. Vor Ort hatte die Besatzung eines zuerst eingetroffenen Rettungswagens bereits erste Suchaktivitäten im Wasser mit anwesenden Badegästen gestartet.
Nach knapp 45 Minuten konnten die angerückten Kräfte wieder vollständig einrücken. Die Tauchergruppe der Stadtfeuerwehr Lehrte konnte die Anfahrt abbrechen. Neben der Stadtfeuerwehr Langenhagen waren die Ortsgruppen der DLRG Krähenwinkel und Langenhagen vor Ort. Ebenfalls im Einsatz war die Polizei mit einem größerem Aufgebot. Der Polizeihelikopter kam nicht mehr zum Einsatz. Pressesprecher Frank Berkemann macht noch einmal deutlich, dass die ehrenamtlichen Kräfte der DLRG Langenhagen in der Zeit vom 15. Mai bis 15. September zwar am Sonnabend und Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr mit etwa 20 Kräften im Einsatz sind, und die Flagge dann gehisst ist. In der Woche sieht es anders aus: Eine regelmäßige Überwachung des Silbersees könne nicht gewährleistet werden; die Helfer hätten alle einen Job, außerdem sei im Moment sowieso Urlaubszeit. Was das Ostufer angeht, wo sich innerhalb einer Woche die beiden Unglücke ereigneten: Hier sucht die DLRG mit der Stadt Langenhagen im Gespräch, möglicherweise könnte eine Leine als Abgrenzung dienen. Im Moment ist nur der Nichtschwimmerbereich am Westufer mit einer Leine abgegrenzt. Bei einem Runden Tisch soll unter anderem über Hinweisschilder und auch ein eingezäuntes Freibad diskutiert werden. Außer dieser heftigen Diskussion über die Sciherheit beim Baden am Silbersee, beschäftigt die Besucher das Thema öffentliche Toiletten. Die WC-Anlage am Westufer ist im Moment wegen Verschmutzung geschlossen; die aufgestellten Dixi-Klos sind auch verdreckt.