150 Einsatzstellen in 14 Stunden abgearbeitet

Die Feuerwehrleute mussten gegen die Wassermassen ankämpfen. (Foto: S. Bommert/Feuerwehr Langenhagen)

Ehrenamtliche Helfer leisteten nach starkem Gewitter Schwerstarbeit

Langenhagen. Das Gewitter dauerte im Vergleich zur Beseitigung der entstandenen Schäden nur kurze Zeit. Gegen Mitternacht zog am Mittwoch eine Gewitterfront über die Region Hannover. Begleitet wurde sie durch Starkregen, der innerhalb kürzester Zeit für überschwemmte Straßen sorgte. Besonders betroffen waren weite Teile der südlichen (Hindenburgviertel) und östlichen (Hoppegartenring) Kernstadt.
Um zwölf Minuten nach Mitternacht wurde der erste unwetterbedingte Wasserschaden gemeldet und die Ortsfeuerwehr Langenhagen alarmiert. In den folgenden Minuten ging es Schlag auf Schlag. Diverse Hilfesuchende meldeten überschwemmte Bereiche, sodass die Ortsfeuerwehren Godshorn, Kaltenweide und Krähenwinkel ebenfalls in den Unwettereinsatz einbezogen wurden. Das Einsatzaufkommen blieb in den frühen Morgenstunden beständig. Die Ortsfeuerwehren Engelbostel und Schulenburg wurden deshalb gegen 2 Uhr hinzugezogen.
Bis um 4 Uhr waren 29 Einsatzstellen abgearbeitet. Zu diesem Zeitpunkt waren noch 38 Einsatzstellen offen. Zeitweise waren Keller und Garagen von Straßenzügen überflutet. Die Einsatzkräfte der Stadtfeuerwehr gingen oftmals von einem Haus zum nächsten, um die Keller abzupumpen. In einigen Fällen wurden die Wasserschäden bereits durch die Bewohner in Eigenregie abgearbeitet Die Feuerwehr wurde hier nicht mehr tätig.
Gegen 8 Uhr wurden die ehrenamtlichen Kräfte der Stadtfeuerwehr Langenhagen step by step durch Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Berenbostel, Heitlingen, Neuwarmbüchen, Stelingen und Vinnhorst, sowie vom THW Hannover/Langenhagen ausgelöst. Ferner konnten Fahrzeugbesatzungen durch „frische“ Kräfte ausgewechselt werden.
Um 14 Uhr wurde der unwetterbedingte Einsatz geschlossen. Der Gesamteinsatz mit seinen insgesamt gut 150 Einsatzkräften wurde durch Thomas Ajrumow und Oliver Schütte geleitet.
Die Johanniter Unfall Hilfe versorgte unterdessen die Einsatzkräfte ab 6:00 Uhr mit geschmierten Brötchen, Kaffee und Getränken. Die Versorgung wurde auch bis in den Mittag hinein durch die 15 Einsatzkräfte sichergestellt.
Schwerstarbeit für alle eingesetzten Helferinnen und Helfer, die in gut 14 Einsatzstunden etwa 150 Einsatzstellen erkundet, priorisiert, abgearbeitet und dokumentiert haben. Und Das alles in professioneller und zügiger Art und Weise. Ehrenamtlich.