150 Jahre Elisabethkirche

v. li. Pastor Torsten Kröncke, Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, Kantor Arne Hallmann, Superintendent Holger Grünjes und die Langenhagener Künstlerin Dagmar Schmidt vorne die Originalzeichnung der Elisabethkirche des Architekten Conrad Wilhelm Hase
 
Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, die Langenhagener Künstlerin Dagmar Schmidt, Superintendent Holger Grünjes, Kantor Arne Hallmann und Pastor Torsten Kröncke mit der Originalzeichnung der Elisabethkirche des Architekten Conrad Wilhelm Hase 

Ein guter Grund zum Feiern für die älteste Kirche Langenhagens

Langenhagen (dl). Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Elisabethkirche in Langenhagen am 12. September 1869 eingeweiht und ist damit nach der Martinskirche in Engelbostel die älteste Kirche in Langenhagen Schon Mitte des 19. Jahrhunderts waren sich der damalige Kirchenvorstand und die Gemeinde darüber klar, dass ihre Kirche nicht nur stark sanierungsbedürftig, sondern mittlerweile auch viel zu klein geworden war. Der Gemeindepastor von 1893 bis 1933, Ernst Gerlach, schrieb dazu: „Außerdem war die alte Kirche, vom Sockel aus gemessen, noch nicht einmal 5 m hoch, dazu der Chorraum so eng, daß weder die Konfirmanden noch die Abendmahlsgäste einigermaßen Platz finden konnten. Die Stimmen in der Gemeinde mehrten sich, die einen Neubau für unumgänglich erklärten, zumal die alte Kirche weder der Würde eines Gotteshauses noch den Verhältnissen einer Gemeinde wie Langenhagen entsprächen“. Bis sich der damalige Kirchenvorstand allerdings dazu entschließen konnte, grünes Licht für einen Neubau zu geben, war seitens der Landeskirche noch einiges an Überzeugungsarbeit notwendig. Aber auch dann blieb Sparsamkeit oberstes Gebot. Aus Kostengründen sollte der Turm, dessen Sockel um einiges älter ist als die Kirche und auch schon als baufällig erachtet wurde, erhalten bleiben. Im Jahr 1867 wurde die alte Kirche schließlich abgerissen und an ihrer Stelle nach den Plänen des Professors und Architekten Conrad Wilhelm Hase die heutige Kirche gebaut. Dessen Originalzeichnung konnte bei dem Bombenangriff am 27. November 1943 noch vor den Flammen gerettet werden und ist bis heute erhalten geblieben. Die Kirche wurde bei dem Angriff allerdings schwer beschädigt. In den frühen neunziger Jahren musste sie im Innenraum einschließlich neuer Fenster und einer komplett neuen Elektrik zum zweiten Mal nach 1969 umfangreich renoviert werden. Von 2016 bis 2019 schließlich wurden die Außenfassade des Turms und des Kirchenschiffs in teils mühevoller Handarbeit von Grund auf instandgesetzt und erstrahlen heute, rechtzeitig zum 150. Kirchenjubiläum, wieder im alten Glanz. Pastor Torsten Kröncke versichert: „Wir haben alle große Lust darauf, das Jubiläum gebührend zu feiern“. Angesichts des Jubiläumsprogramm mag man es ihm auch gerne glauben. Schon früh wurde deshalb mit der Vorbereitung begonnen. Herausgekommen ist ein umfangreiches Programm, das sicher für zwei Monate lang das Kirchenleben bestimmen wird. Und das in einem bisher ungwohntem Ambiente. Die Kirchenbänke werden entfernt und nur bei Gottesdiensten durch Stühle ersetzt. Ansonsten bleibt die Kirche leer und bietet damit nicht nur ganz neue Perspektiven auf das Innere eines Sakralbaus, sondern lässt viel Raum für Gedanken, vor allem aber für Konzerte sowie zahlreiche Kunstaktionen und Workshops im Rahmen des Jubiläums. Auch Platz zum Schlafen, denn wer mag, kann im Rahmen der Langen Kirchennacht am 19.Oktober in der Kirche übernachten, was ja auch nicht alle Tage möglich ist. Schlafsack und Isomatte nicht vergessen. Über Details zum Jubiläumsprogramm informieren unter anderem ausliegende Flyer sowie die Internet-Seite der Kirchengemeinde: https://elisabeth.kirche-burgwedel-langenhagen.de
Über die Website sind auch Online-Anmeldungen möglich für den Fotoworkshop Click&Walk mit dem Fotografen Uwe Stelter am 30. und 31.August, der sich speziell an Jugendliche und junge Erwachsene richtet sowie für den Kunstworkshop Malerei „Grün.Weiß.Schwarz.Rot.Violett“ am 20. und 21.September. Für die beiden Konzerte der Eliza-Singers am 30. und 31.8. im Martinshaus können Karten unter der Telefonnummer 0511/2707567 reserviert werden.

BU: Nr. 6629
v. li. Pastor Torsten Kröncke, Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, Kantor Arne Hallmann, Superintendent Holger Grünjes und die Langenhagener Künstlerin Dagmar Schmidt
vorne die Originalzeichnung der Elisabethkirche des Architekten Conrad Wilhelm Hase
Nr. 6636
Pastorin Bettina Praßler-Kröncke, die Langenhagener Künstlerin Dagmar Schmidt, Superintendent Holger Grünjes, Kantor Arne Hallmann und Pastor Torsten Kröncke mit der Originalzeichnung der
Elisabethkirche des Architekten Conrad Wilhelm Hase