1.746 Stunden Wachdienst am Waldsee

Dietmar Schmökel (links) freut sich mit Björn Jüttner (Mitte) und Axel Dehn über die Auszeichnung für seine 50-jährige Mitgliedschaft. Foto: K. Raap

Viel Lob für die DLRG / Dietmar Schmökel seit 50 Jahren dabei

Krähenwinkel (kr). Viel Lob und Anerkennung gab es auf der Jahreshauptversammlung der DLRG-Ortsgruppe Krähenwinkel von Langenhagens Bürgermeister Friedhelm Fischer, Ortsbürgermeister Andreas Hartfiel und Sportring-Vizepräsident Heite Stünkel für die engagierte und erfolgreiche Arbeit der Organisation im vergangenen Jahr. Die Anwesenheit der Spitze der Langenhagener Ortsfeuerwehr mit Regine Rust und Wolfgang Hofmann sowie des stellvertretenden Krähenwinkeler Ortsbrandmeisters Kai Jüttner unterstrichen zusätzlich den Stellenwert dieser Veranstaltung. Die ausführlichen Jahresberichte des 1. Vorsitzenden Björn Jüttner, des 2. Vorsitzenden Axel Dehn, der technischen Leiterin Melanie Dreßen, des Schatzmeisters Jan Stanetzki und der Jugendleiterin Annika Streit gaben einen äußerst informativen Rückblick auf das Jahr 2011. Konsequent fortgeführt wurden die Kernaufgaben der DLRG-Ortsgruppe mit den Themen Ausbildung im Schwimmen und im Rettungsschwimmen, Wasserrettungs- und Tauchdienst, sowie Kinder- und Jugendarbeit. Eine wesentliche Aufgabe war der Vorsitz im Ausschuss der schwimmsporttreibenden Vereine, wo es allerdings bei der Neuverteilung der Hallenbahnen Probleme gab. Für die Krähenwinkeler resultierte daraus ein immer größer werdender Kampf um die Schwimmausbildung. Bei der Ausbildung zum Rettungsschwimmen wurden nicht nur eigene Mitglieder für den Dienst am Waldsee qualifiziert, sondern auch Kurse für Angehörige der Ortsfeuerwehren organisiert. Bei der Erste-Hilfe-Ausbildung wurde intensiv ein Defilibrator-Trainingsgerät eingesetzt. Bei einem spektakulären Bootsbau-Wettbewerb "Crazy Crossing" auf dem hannoverschen Maschsee belegte die Kinder- und Jugendgruppe einen tollen zweiten Platz. In der Freibadesaison vom 15. Mai bis zum 15. September leistete die Krähenwinkeler DLRG insgesamt 1.746 Stunden im Wasserrettungsdienst und zusätzlich 158 Arbeitsstunden. 15 Badegästen wurde Hilfe geleistet. Positiv gestaltete sich die Mitgliederentwicklung. Ende 2011 wurden 67 Jugendliche und 53 Erwachsene registriert, das waren acht Mitglieder mehr als ein Jahr zuvor.
Bei der Ehrung von Mitgliedern erhielten Annika Streit, Julia von Wiegand und Melanie Dreßen das Abzeichen in Bronze für zehnjährige Mitgliedschaft. Mit Silber für 25 Jahre wurde Keno Redecker bedacht. Im Mittelpunkt der Ehrungen stand Dietmar Schmökel, der mit dem Ehrenzeichen in Gold für 50-jährige ununterbrochene Zugehörigkeit zur DLRG ausgezeichnet wurde. Der Geehrte gehörte sicherlich zu den wichtigsten Persönlichkeiten der DLRG-Szene. Der gebürtige Bad Segeberger trat als 16-Jähriger im Jahr 1962 nach der schlimmen Sturmflut im Norden Deuschlands spontan in die DLRG-Gruppe Wedel ein und avancierte dort schnell zum Jugendgruppenleiter. Nach seinem Umzug in die Flughafenstadt trat er der Langenhagener DLRG bei. Er wurde Wachleiter im Wasserrettungsdienst, technischer Leiter, 1977 stellvertretender Vorsitzender und ein Jahr später 1. Vorsitzender der Ortsgruppe Langenhagen. Maßgeblich war er an der Gründung der Ortsgruppe Krähenwinkel am 18. Mai 1979 beteiligt, wo er sofort den Vorsitz übernahm. Er qualifizierte sich praktisch in allen Bereichen der DLRG als Ausbilder und Prüfer. Im Bezirk Hannover-Land wirkte er einige Jahre als technischer Leiter und arbeitete in der Einsatzbereitschaft Katastrophenschutz des Landes Niedersachsen. Als Mitglied des Sportausschusses wirkte er auch engagiert im Sportring. Zweimal rettete er Menschen aus dem Wasser. Seine vielfältige erfolgreiche Arbeit wurde 2008 mit dem Verdienstzeichen in Gold mit Brillanten gewürdigt, der höchsten Auszeichnung, die die DLRG zu vergeben hat. Als Dietmar Schmökel den Vereinsvorsitz abgab, machte ihn die DLRG-Ortsgruppe Krähenwinkel am 22. Januar 2010 zu ihrem Ehrenvorsitzenden. Auch heute noch ist der 66-Jährige sehr aktiv, wenn es darum geht, Schülern das Schwimmen beizubringen. Besonders wünscht er sich, dass die missliche Toiletten- und Bewirtschaftungssituation am Waldsee möglichst schnell verändert werde.