199 kleine Exemplare für die Spenden

Enthüllten gemeinsam die GLIEM-Tafel: Stadtarchivarin Heike Brück-Winkelmann und Ortsbürgermeister Reinhard Grabowsky. (Foto: O. Krebs)

111. GLIEM-Tafel erinnert an Kaltenweider Ortglocke

Kaltenweide (ok), Sie befand sich auf dem alten Schulgebäude in Kaltenweide, läutete zum Schulbeginn, zur Mittagspause und auch zum Feierabend. Ursprünglich hing die Ortglocke in einem Dachreiter auf dem Dach des Schulanbaus. Als das Schulhaus Anfang 1900 eine Backsteinfassade und ein neues Dach erhielt, wurde der Dachreiter entfernt und an der Giebelseite des Anbaus ein Glockenstuhl errichtet. 1914 wurde die alten Ortglocke dann eingeschmolzen und für die Kriegsindustrie verwendet. 70 Jahre war der Glckenstuhl verwaist; eine Zeit, die die hölzerne Konstruktion aber schadlos überstand. Als die Dorfmitte verschönert wurde, sollte aus Spenden eine neue Glocke finanziert werden. Die neue Glocke kostete damals fast 5.000 Mark. "199 kleinen Glocken-Nachbildungen wurden als Baustein angefertigt und verkauft", erinnert sich Joachim Vogler vom Arbeitskreis GLIEM (Ganz Langenhagen ist ein Museum), der selbst noch ein Exemplar besitzt. Am 17. Juli 1984 wurde die neue Glocke dann aufgehängt und läutet heute noch an jedem Sonnabend um 18 Uhr das Wochenende in Kaltenweide ein. Die 111. GLIEM-Tafel erinnert an die wechselhafte Geschichte der Kaltenweider Ortglocke.