20 Sekunden in der Haftzelle

Schaurig schön: Die Spürnasen waren mit Dagmar Maronde in der Haftzelle. (Foto: x)

Club der Spürnasen war bei der Polizei

Langenhagen. Die Kontaktbeamtin der Polizei Langenhagen Dagmar Maronde war nicht schlecht überrascht, als sie 26 Spürnasen und 15 Erwachsene (Eltern und ehrenamtliche Mitarbeiter des Teams) vor der Tür des Kommissariats in der Ostpassage empfing. "So viel Platz haben wir nicht!" war ihre erste Reaktion. Unter dem Motto "Sicher ist sicher" brachte der Leiter des Clubs der Spürnasen Dündar Karahamza die Kinder zur Polizei. Sie wurden über das Innenleben und Alltag im Kommissariat in kindgerechter Sprache informiert, während ihre Eltern im CCL bummelten. Die Fragen der Spürnasen nahmen kein Ende: Warum hängen da so viele Fotos von Fußballmannschaften an der Wand? Was ist, wenn jetzt ein Einbrecher kommt? Ist das ein Feuerwehrhelm? - Die Neugier war groß. Dagmar Maronde wusste, wie sie die Spürnasen fordern kann und stellte auch Fragen: "Was meint Ihr, warum es hier einen Aufzug gibt? Für uns Polizisten ist es ja gerade gut, wenn wir Treppen auf und absteigen, damit wir fit und stark sind. Warum haben wir dann einen Aufzug?" Daraufhin eine 6-jährige Spürnase: "Damit die Diebe nicht Treppen auf- und ablaufen, fit und stark werden und schnell weglaufen!"
In der Haftzelle blieben die Spürnasen 20 Sekunden eingesperrt und wissen jetzt auf viele Fragen eine Antwort: Warum hat die Tür der Haftzelle keinen Griff von innen?
Warum sind die Wände und Böden gefliest? Warum hat das Klo keinen Spülknopf?
Als Dankeschön zum Schluss bekam Dagmar Maronde eine große Packung Gummibärchen geschenkt.
Die Spürnasen treffen sich jeden Freitag in der Arche in Kaltenweide, ein kostenloses Angebot des Vereins Febel für alle Kinder zwischen sechs und zehn Jahren. Informationen bei Dündar Karahamza, Telefon 0179 53 06 340 oder Email spuernasenclub@web.de.