3.000 Euro für die Nahtstelle

Unterstützen gern das niedrigschwellige Angebot: Ortsbeauftragte Elke Zach, Tim Heinrich, Dienststellenleiter der Johanniter im Nordhannoverschen Ortsverband, Nahtstellen-Koordinatorin Jennifer Rihm, Uwe Haster und Gregor Brill vom Wirtschaftsklub Langenhagen sowie Georg Rinke, Geschäftsführer des Asphalt-Magazins. 

Wirtschaftsklub Langenhagen spendet an Johanniter-Kleiderkammer

Langenhagen. Sauber aufgereiht hängen die Hemden an der Kleiderstange, die Pullover darüber sind ordentlich nach Größen sortiert. Es mutet ein wenig wie ein Bekleidungsgeschäft an. Die Bedürftigen, die die Johanniter-Kleiderkammer „Nahtstelle“ in Langenhagen besuchen, bekommen hier dringend Notwendiges – Kleidung, Schuhe, Bettwäsche, Handtücher. Aber auch soziale Kontakte und Anteilnahme der Ehrenamtlichen, ein paar nette Worte. Jetzt freuen sich jene ehrenamtlich Aktiven über eine Spende des Wirtschaftsklubs Langenhagen. 3000 Euro kommen ihrer Arbeit zugute. „Wir sind sehr dankbar über diese Unterstützung“, macht Nahtstellen-Koordinatorin Jennifer Rihm deutlich. „Wir sind auf die Finanzierung dringend angewiesen, um weiterhin diese wertvolle Hilfe leisten zu können“, ergänzt Johanniter-Dienststellenleiter Tim Heinrich.
Von diesem Engagement überzeugten sich Uwe Haster und Gregor Brill vom Wirtschaftsklub Langenhagen bei einem kurzen Besuch in der „Nahtstelle“. Jennifer Rihm führte durch die Räume und berichtete vom Alltag der Ehrenamtlichen in der Kleiderkammer. „Sie sortieren die Kleiderspenden, legen alles ordentlich zusammen und legen die Kleidungsstücke in den entsprechenden Räumen aus“, erklärt die Koordinatorin. Damen, Herren, Kinder – jeder hat einen eigenen Raum zum Stöbern und zum Anprobieren der Sachen. Gerade Frauen sei die Privatsphäre dabei wichtig. Das Angebot richtet sich an Bedürftige unabhängig von Nationalität oder Herkunft. Jeder, der in Not sei, könne die Hilfe der Johanniter in Anspruch nehmen, so Rihm.
Entstanden ist das Angebot während der Flüchtlingssituation 2015. Die Schwarz-Weiß-Bilder im Büro zeugen von diesen Zeiten. Einige Geflüchtete sind immer noch aktiv. Damals profitierten sie von diesem niedrigschwelligen Angebot, heute wollen sie etwas zurückgeben. Die sprachlichen Kenntnisse dieser Menschen sind vor allem im Kontakt mit Menschen nützlich, die die deutsche Sprache noch lernen. Neben dieser Zielgruppe tauschen sich die Johanniter auch untereinander aus. Einige Kleiderspenden gehen zum Beispiel an den Kältebus der Johanniter in Hannover, der Obdachlose und andere Bedürftige mit warmen Gerichten, Getränken und warmer Kleidung versorgt.
Haster und Brill zeigen sich beeindruckt. „Dies ist ein niedrigschwelliges Angebot, das denjenigen zugutekommt, die oft durchs Raster fallen. Man kann nicht immer erwarten, dass andere etwas tun, wir müssen selber ran. Daher unterstützen wir gern dieses Projekt“, sagt Uwe Haster. Neben den Johannitern bedenkt der Wirtschaftsklub ebenfalls das Magazin „Asphalt“ mit einer Spende über 3000 Euro.