31. März 2014: Ende der Eiszeit?

Wie geht es mit dem Lenny-Soccio-Ice & Eventcenter weiter?Foto: O. Krebs

Noch einmal Finanzspritze von 30.000 Euro für Eishalle

Langenhagen (ok). Eine definitive Entscheidung über die Zukunft der Eishalle an der Brüsseler Straße ist noch nicht gefallen, die Galgenfrist hat der Rat der Stadt Langenhagen in seiner jüngsten Sitzung noch einmal um ein Jahr verlängert. Dann muss allerdings endgültig klar sein, wohin die Reise in Zukunft geht. Gibt es einen neuen Eigentümer? Gibt es eine Alternativlösung, eventuell nach einem Abriss? Wird die Halle aus der Insolvenzmasse entlassen und geht wieder an die Gesellschafter? Fragen über Fragen, die keiner beantworten konnte, sicher ist wohl nur, dass die Stadt – ihr gehört das Grundstück und ein Erbpachtzins wird nicht erhoben – das Lenny-Soccio-Ice & Eventcenter, das vor etwa fünf Jahren mit großen Vorschusslorbeeren als Multi-Sport-Arena – unter anderem liefen dort Handballspiele und Box-Events – an den Start gegangen ist, nicht übernehmen wird, zu groß ist das Risiko. Die Fraktionen einigten sich mehrheitlich darauf, im kommenden Jahr noch einmal eine Finanzspritze von 30.000 Euro zu geben, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können. Nicht nur für das ehemalige Ratsmitglied Marco Kurz, der damals gegen das Projekt gestimmt hatte, unbegreiflich. Auch Jens Mommsen (BBL) findet, dass „die Zeit des Rumeierns vorbei sein muss“. Die Sache schleppe sich schon seit mehreren Jahren hin, im Winter werde zwar eine „schwarze Null“ geschrieben, aber im Sommer passiere eben nichts. Einen Schuldigen an der Misere hat er auch schnell ausgemacht und nahm genauso wie der Liberale Bernd Speich Bürgermeister Friedhelm Fischer ins Visier. Speich: „Sie haben uns die Eishalle damals wärmstens empfohlen.“ Fischer verteidigte sich, sprach von „fachkompetenten Beratern“. Und Ratsmitglied Mike Scheer (SVG) räunmte durchaus selbstkritisch ein, dass man „die Reißleine schon damals hätte ziehen müssen.“ Jetzt sei das Ende der Fahnenstange allerdings erreicht, mehr als 1,5 Millionen Euro, die in die Eishalle gesteckt worden seien, reichten. Eine Auffassung, der die anderen Ratsmitglieder nicht widersprachen. Gleichwohl solle jetzt ein „vernünftiges Konzept“ ausgearbeitet werden. Für Mirko Heuer (CDU) ist das ein Abwägungsprozess; Dirk Musfeldt ist klar, dass die Kommune „keine Verantwortung für die Eishalle“ übernehmen darf. Und auch Marc Köhler, Chef der SPD-Fraktion, machte unmissverständlich deutlich, dass ein Kauf nicht in Frage käme.