360.000 Euro fürs Gemeinwesen

Setzen sich fürs Gemeinwesen ein: Doris Lange (von links), Eva Bender, Falk Wook, Ulrike Bodenstein-Dresler und Rainer Müller-Jödicke. (Foto: O. Krebs)

Ideen für Projekte in Elisabethkirche und „Zum Guten Hirten“ gesucht

Langenhagen (ok). Das ist ein Batzen Geld: 360.000 Euro gibt es für die Stadt Langenhagen und die beiden Kirchengemeinden in der Elisabethkirche und in der Kirche „Zum Guten Hirten“ von der „Landesarbeitsgemeinschaft soziale Brennpunkte Niedersachsen“. Stadtentwicklung und der Fachbereich Soziales ziehen bei diesem Projekt für die Quartiere an einem Strang. Ziel ist es, die so genannte Gemeinwesenarbeit zu fördern. Die Stadt soll quasi das Dach für die einzelnen Projekte bilden. Sozialdezernentin Eva Bender: „Die Gemeinwesenarbeit im Quartier wird immer wichtiger.“ Was ist darunter genau zu verstehen? Ulrike Bodenstein-Dresler von der Elisabethkirchengemeinde erläutert: „Die Bevölkerung in Langenhagen wechselt relativ stark. Da ist es nicht so einfach, soziale Bindungen zu finden. Wir wollen damit auch der Vereinsamung entgegen wirken.“ Es sollen Kommunikationsanlässe geschaffen und Ideen entwickelt werden. Der Bedarf und die Interessen sollen ab Oktober erfasst und Synergien entwickelt werden. Gesucht wird für diese ambitionierten Vorhaben eine Koordinatorin, die zusammen mit der Fachkoordinatorin der Stadt Langenhagen agiert. Godshorn ist in dem Punkt schon einen Schritt weiter, hat mit Maren Hartmann bereits eine Koordinatorin gefunden. Sie soll in den nächsten drei Jahren ein Mehrgenerationen-Gemeinwesenzentrum aufbauen, kann dabei schon auf gewachsene Strukturen wie etwa die Kita der Gemeinde oder auch die Initiative „Satt & Schlau“ zurückgreifen. „Das Ganze ist eine unglaubliche Bereicherung, bei der sich die Akteure auf Augenhöhe begegnet sind“, freut sich Doris Lange, Teamleiterin der Abteilung Soziales im Rathaus. Das Projekt mit dem Slogan „Langenhagen hebt ab“ soll als Anschub dienen, nicht nur Kirchengemeinde, sondern auch andere Träger wie etwa Vereine können mit ins Boot geholt werden. In den drei Jahren sollen dann konkrete Ansatzpunkte entwickelt werden. Wer Ideen hat, kann sich gern an die jeweiligen Kirchengemeinden wenden.