40 Klassentreffen in 50 Jahren

Die ehemaligen Schüler, die vor 50 Jahren die Adolf-Reichweinschule verließen, trafen sich zu einer fröhlichen Fete in Langenhagen. Foto: K. Raap

Ehemalige Schüler der Adolf-Reichwein-Schule feierten tolles Jubiläum

Langenhagen (kr). Das ist schon rekordverdächtig: Schüler der Abgangsklasse 1965 der Adolf-Reichwein-Schule, benannt nach dem bekannten deutschen Reformpädagogen, trafen sich in diesen Tagen nach 50 Jahren nun schon zum 40. Mal. 21 Ehemalige aus diversen Städten Deutschlands waren mit von der Partie, viele begleitet von ihren Ehepartnern, als die Gemeinschaft in der Gaststätte „Balkan House“ ein paar äußerst fröhliche Stunden verbrachte. „Dass wir uns so oft trafen“, betonte Klaus Gerson, Spitzname Fuzzy, der bei allen 40 Treffen dabei war, in einem Gespräch mit dem Langenhagener ECHO, „haben wir in erster Linie unserem Klassenlehrer Heinz Brutler zu verdanken, der in den ersten dreieinhalb Jahrzehnten fast im Alleingang die Treffen initiierte.“ Der Lehrer sei wohl ebenso begeistert gewesen von den Schülern wie diese von ihrem Klassenlehrer. „Nach 35 Jahren“, so erinnert sich Klaus Gerson, „hat uns unser Lehrer das Du angeboten, wir wären jetzt wohl alt genug dafür.“ Aus Krankheitsgründen konnte der inzwischen 90jährige Pädagoge diesmal nicht dabei sein. „Aber wir werden ihn“, so Gerson, „mit Berichten und Fotos über diesen Tag informieren.“ Zur Vorgeschichte der Schule: 1958 beschloss der Langenhagener Rat, an der Hackethalstraße in Wiesenau eine neue neunklassige Schule zu bauen. Zunächst mussten alle Kinder des südlichsten Stadtteils die Brinker Schule besuchen, die allmählich aus allen Nähten platzte. Als die neue Einrichtung 1961 von den ersten Mädchen und Jungen in Betrieb genommen wurde, waren natürlich sehr viele Wiesenauer dabei, unter ihnen auch alle, die jetzt ihr Jubiläum feierten, nachdem sie damals an der Hackethalstraße die Klasse 6 bis 9 absolviert hatten.
Auf der Jubiläums-Fete dabei waren (die ehemaligen Schülerinnen mit Mädchennamen): Hans-Werner Blume, Eberhard Bormann, Benno Boy, Willi Fromberg, Klaus Gerson, Reiner Hähne, Alfred Henschel, Werner Kuhn, Reinhold Siebert, Heinz-Werner Zimmermann, Inge Chuleck, Rosemarie Erlenkötter, Melitta Heimgärtner, Maritta Hoffmann, Andört und Wilhelm Mertens, Ute Mückel, Edeltraud Schütz, Brigitte Naupold, Christa Pinkernell und Bärbel Schmidt.
Mit Hannelore Nachtigall meldete sich jetzt eine Ehemalige beim ECHO. Sie hatte unsere Zeitung vor zehn Jahren mit Foto und Text vom „40-Jährigen“ versorgt. Jetzt schickte sie uns den Artikel und ein Foto von der Abgangsklasse im Jahr 1965. Aus zeitlichen Gründen konnte sie diesmal nicht nach Langenhagen kommen. Sie lebt auf der wunderschönen Nordseeinsel Juist und betrieb dort jahrelang gemeinsam mit ihrem Mann, dem Wattführer Heino Behring mehrere Appartements.