40-mal so hoch wie ein Zinnsoldat

Fünf dieser 2,30 Meter großen Wahrzeichen des Schützenfestes Trompeter verpasste Peter Gelbrecht eine Runderneuerung. (Foto: K. Raap)

Peter Gelbrecht erneuerte die beliebten Trompeter-Figuren

Langenhagen (kr). Peter Gelbrecht ist ein absolutes Phänomen, zumindest was seine Hobbys betrifft. Dass er ein engagierter Schütze weiß sein Heimatverein, der SV Langenforth, seit einigen Jahren. Und seinen Herzenswunsch, einmal König zu werden, was ihm in seinen vorherigen beiden Vereinen bereits achtmal gelang, konnte er sich bekanntlich im vergangenen Jahr auch in Langenhagen verwirklichen. Ehefrau Gisela, mit der er vor zwei Jahren goldene Hochzeit feierte, ist ebenfalls eine passionierte Schießsportlerin. Beim SV Langenenforth hatten die Mitglieder sehr schnell realisiert, dass der gelernte Maurer auf vielen Gebieten ein Ass in Sachen handwerklicher Aktivitäten ist. So bastelte er jetzt seinen dritten Adler für das gleichnamige Schießen, schuf einen wunderschönen Wanderpokal und verblüffte Freunde und Bekannte mit der Herstellung Tausender von Zinnfiguren, mit Schwerpunkt Soldaten. Da nimmt das Anmalen der Figuren übrigens den Löwenanteil der Arbeit ein. Denn um die kleinen nur sechs Zentimeter messenden quasi zum Leben zu erwecken, müssen nicht nur die Gesichter inklusive der Miniaugen farblich gestaltet werden, sondern auch die Uniformen nebst Knöpfen, Orden und Waffen. Und das natürlich in den Originalfarben. Neben dem Schießen verbindet das Ehepaar noch ein weiteres Hobby: Regelmäßig betreibt das Ehepaar auf dem Weihnachtsmarkt an der Elisabethkirche einen Stand an dem sie Weihnachtsmänner, Christkinder, Geschenkverpackungen und vieles andere mehr anbieten. Peter Gelbrecht stellt natürlich alles selbst her, und Ehefrau Gisela übernimmt den Verkauf.
„Wer kleine Zinnsoldaten anmalen kann, der sollte doch auch mit 40-mal Mal so großen Trompetern keine Probleme haben“, dachte sich Vereinsvorsitzender Michael Freiberg ganz pfiffig und animierte Peter Gelbrecht, den bekannten Figuren, die seit Jahren als Werbung an den Ortseingängen stehen, einer Verschönerung zu unterziehen. Natürlich konnte Peter Gelbrecht nicht Nein sagen, obwohl er sofort erkannt hatte, dass es sich hier nicht um einen Minijob, sondern um eine professionelle Erneuerungsaktion handeln würde. Auf dem Schießstand machte er sich bei schweißtreibenden Temperaturen an die Arbeit, die einige Wochen in Anspruch nehmen sollten. Sorgfältiges Abschleifen in mehreren Durchgängen und der Einsatz der richtigen Farben, um die ziemlich ramponierten Holz-Figuren wetterfest zu machen kosteten viel Zeit. Das Wichtigste war, den Trompetern ihren lustigen Charme zu erhalten. „Peter Gelbrecht hat das ganz toll gemacht“, sagt Michael Freiberg dazu.
Die fünf runderneuerten hölzernen Musiker wurden vor zwei Wochen ausschließlich stadteinwärts an wichtigen Punkten aufgestellt und verankert.