80 Euro mehr für jeden Haushalt

Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr (linksI und die Umweltschutzbeauftragte Marlies Finke bei der Demonstration verschiedener Leuchtmittel durch Energieberater Banjamin Wirries. (Foto: G. Gosewisch)

Ortsbürgermeister machte beim Stromspar-Check mit

Kaltenweide. Die Klimaschutzagentur der Region Hannover bietet jetzt die Aktion „Strom Abwärts“ in Langenhagen und in der Wedemark an. Sie läuft vom 1. November bis zum 16. Dezember. Unabhängige Energieberater bieten in diesem Zeitraum kostenlose und neutrale Stromsparberatungen für Mieter und Hausbesitzer. 
Sie informieren vor Ort, wie der Stromverbrauch individuell durch einfache Mittel und Verhaltensänderungen gesenkt werden kann. Stromsparhilfen wie abschaltbare Steckdosenleisten werden bei Bedarf sofort gratis zur Verfügung gestellt und eingebaut.

Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr machte mit und ließ seinen Haushalt auf Stromfresser prüfen. Eine Stunde lang gab Energieberater Benjamin Wirries Tipps und Hinweise und nahm Verbrauchsmessungen an verschiedenen Geräten vor. Noch sorgfältiger will Langrehr in Zukunft auf das vollständige Abschalten der Geräte achten, denn auch der so genannte stand-by Betrieb verbraucht Strom und bei mehreren Geräten im Haushalt macht sich das in den Kosten bemerkbar.
Mit der Unterstützung des Stromspar-Checks will die Region Hannover ihre Klimaschutzziele vorantreiben. Laut dem Klimaschutzrahmenprogramm soll bis zum Jahr 2020 der CO2-Ausstoß um 40 Prozent reduziert werden. Um das zu erreichen, müssen die Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz auch in die privaten Haushalte getragen werden. „Ein Projekt wie der Stromspar-Check setzt im Alltagsleben der Menschen an und macht den Klimaschutzgedanken greifbar“, so Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs. Die Aktion verbinde darüber hinaus erfolgreich eine sozialpolitische mit einer umweltpolitischen Zielsetzung, denn der Stromspar-Check kann von allen Empfängern von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus werden den Teilnehmern Soforthilfen zum Energie- und Wassersparen im Wert von durchschnittlich 70 Euro überlassen.
 Mehr Geld für die Haushaltskasse: durch die Beratung spart jeder Haushalt pro Jahr durchschnittlich 80 Euro (Empfänger von ALG II, Sozialhilfe) bzw. 130 Euro (Wohngeldempfänger). „Für die beratenen Haushalte bedeutet das eine deutliche finanzielle Entlastung, gerade für einkommensschwächere Familien“, betont AWO-Geschäftsführer Burkhard Teuber. Langfristig rechne sich der Stromspar-Check auch für die Kommune, die für einen Großteil der Leistungsempfänger die (Warm-)Wasserkosten übernimmt.

 Langzeitarbeitslose, die in Kooperation mit dem JobCenter Region Hannover zu Stromsparberatern qualifiziert wurden, führen die Checks vor Ort durch. Ältere Langzeitarbeitslose aus dem Projekt „50TOP!“ des JobCenters sollen über ihre Beratungstätigkeit beim Stromspar-Check wieder bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten.
Der Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands. Der Standort Region Hannover - einer von bundesweit 90 - wird seit Januar 2010 von der AWO Region Hannover und der gemeinnützigen Klimaschutzagentur Region Hannover betreut.
Wer in der Region Hannover lebt, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld bezieht, und sich für einen Stromspar-Check interessiert, wendet sich an die AWO Region Hannover, Telefon (0511) 60099-634 oder Email stromsparen@awo-hannover.de. Mieter und Hausbesitzer allgemein melden sich vom 1. bis 30. November an, Telefon (0511) 22 00 22 44.