8.000 Liter Wasser für eine Jeans

An Modellen hat Eckhard Steinmüller das komplexe Thema gut erläutert. (Foto: O. Krebs)

Projektwoche an der IGS Langenhagen dreht sich um Themen der Nachhaltigkeit

Langenhagen (ok). Mobilität, Bekleidung, Verkehr – viele Themen rund um den Klimaschutz haben jetzt Siebtklässler der IGS Langenhagen bei einer speziellen Stadtführung kennen gelernt. Geophysikalische Zusammenhänge spielten dabei eine große Rolle, und auch der Treibhauseffekt war natürlich Thema. Die Siebtklässler lernten, dass bei der Herstellung von Fleisch am meisten Kohlendioxid freigesetzt werde, mehr noch als bei Milch. So wurde ihnen die gesamte Ökobilanz vor Augen geführt. „Soja-Plantagen werden angelegt, dafür viele Wälder abgeholzt“, weiß Felix. Eckhard Steinmüller vom Jugend-Aktions-Netzwerk- Umwelt- und-Natur veranschaulichte die Zusammenhänge deutlich mit verschiedenen Modellen wie etwa einem Würfel machte das Ausmaß des Klimawandels mit all seinen Dimensionen und den Einfluss auf die Atmosphäre deutlich. Temperatur, Sonne, Niederschlag – all das beeinflusst das Wetter und auch das langfristige Klima. An einer weiteren Station nahmen die Jugendlichen den Werdegang und Weg einer Jeanshose durch insgesamt elf Länder genau unter die Lupe und lernten dabei Erstaunliches. „Für eine Jeanshose werden 8.000 Liter Wasser benötigt“, sagt Leonie. Eine unfassbare Zahl. Das Mädchen hatte ihren Kleiderschrank zu Hause ausgemistet, einen ganzen Wäschesack mit in die Schule gebracht. Und der Wäschesack war schwer. „Der Wäschesack ist genauso schwer wie die Chemikalien, die in den Kleidungsstücken enthalten sind“, hatte Leonie gelernt. Die gesammelten Klamotten ging als Spende an das Haus Irene. Genauso übrigens wie der Erlös aus einer Kleiderbörse am Ende der Projhektwoche. Eine Projektwoche, aus der die Kinder eine Menge fürs Leben mitnehmen. „Ich werde meine Sachen jetzt länger behalten und versuchen aus alt auch mal neu zu machen“, hat sich Leonie Nachhaltigkeit und Fair Trade fest vorgenommen.