900 Quadratmeter zusätzlich

Rot-Grün lenkt bei Bürogebäude Frankenring ein

Langenhagen (gg). Mit der Mehrheit von Rot-Grün ist in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses der letzte öffentliche Würfel für die Anmietung des Bürogebäudes am Frankenring gefallen. Die hatte die Verwaltung bereits im Herbst 2012 zum Beschluss vorgelegt, stieß aber zunächst auf Wiederstand aus allen Fraktionen. Bürgermeister Friedhelm Fischer betonte die Notwendigkeit der Erweiterung der Büroflächen aufgrund der Personalentwicklung und der bereits bestehenden Raumnot. Eine politische Diskussion um die eigentlich angestrebte Verschlankung der Verwaltung, um einen möglichen Anbau am Rathaus und nicht zuletzt die öffentliche Wahrnehmung wurde fortan geführt, das ECHO berichtete. „Ohne weitere Büroflächen am Frankenring werden wir im laufenden Jahr keine Stellenbesetzung durchführen“, betonte Fischer in Bezug auf die anstehenden Aufgaben der Verwaltung, die dann nicht vollständig abgearbeitet werden könnten. „Wir haben keinen Zweifel an der Einschätzung des Bürgermeisters zum Raumbedarf, sehen das Bürogebäude Frankenring als Übergangslösung. Langfristig sollen die angemieteten Büroflächen reduziert werden“, so die Position des SPD-Fraktionsvorsitzenden Marc Köhler. „Trotz sehr großer Bedenken in Bezug auf die Größe der Büros (900 Quadratmeter), stimmen wir der Anmietung mangels Alternativen zu“, erklärte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Dirk Musfeldt. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Mirko Heuer: „Nun hat sich ein Zugzwang aus der Personalentwicklung eingestellt. Eine rechtzeitige Diskussion, vor Jahren, um den entsprechenden Raumbedarf wäre nötig gewesen.“
Kritik formulierte Jens Mommsen, BBL: „Im Haus der Jugend sind die Büros extrem beengt und die Mitarbeiter hatten im letzten Sommer trotzdem darauf bestanden, dort zu bleiben, so dass das Haus saniert wurde, statt es aufzugeben. Ich habe mit Mitarbeitern über den Standort Frankenring gesprochen. Sie sagen, dass der zu weit weg ist - da wollen sie nicht hin.“ Zudem sei das Gebäude im Industriegebiet Godshorn zu groß: "Auf 900 Quadratmetern Bürofläche sollen nur 30 Mitarbeiter arbeiten." Die kalkulierten Kosten der zusätzlichen Büroflächen am Frankenring korrigierte er trotz der Ermahnung von Fischer, nicht die Zahlen zu verfälschen, nach oben: „Zu der Miete von 105.000 Euro pro Jahr kommen noch Nebenkosten, Fahrtkosten der Mitarbeiter und vieles mehr dazu. Auf fünf Jahre kostet das zusammen eine Million - zusätzlich zu den bestehenden Verwaltungskosten.“
Die Beschlussdrucksache Frankenring wird nun in der nächsten nicht-öffentlichen Sitzung des Verwaltungsausschusses am Montag, 11. März, behandelt.