Abfälle brennen auf 1.000 Quadratmeter

Mehr als 80 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. (Foto: C. Hasse)

Mehrere Feuerwehren an der Hans-Böckler-Straße im Einsatz

Langenhagen. Mehrere Notrufe gingen bei der Regionsleitstelle in der Nacht von Sonnabend auf den Ostersonntag ein. Auf dem Gelände der Famila-Supermarktkette am Ende der Hans-Böckler-Straße war ein großer Feuerschein zu erkennen. Zugführer Karsten Patz rückte mit mehreren Löschfahrzeugen innerhalb weniger Minuten aus und bestätigte bereits auf der Anfahrt das gemeldete Bild bestätigen. Im hinteren Bereich des Parkplatzes standen knapp 1.000 Quadratmeter Baustoffabfälle in so genannten Big Pacs gelagert komplett in Flammen.
Patz ließ die Alarmstufe umgehend erhöhen, so dass die Ortsfeuerwehren Godshorn sowie Schulenburg nachalarmiert wurden. Zum Schutz des angrenzenden Supermarktgebäudes wurde als erste Maßnahme eine Riegelstellung aufgebaut, weitere Rohre sowie die Drehleiter gingen zur Brandbekämpfung in Stellung. Unklar war um was für eine Art Baustoffabfall es sich handelte, daher gingen die Einsatzkräfte mit Vorsicht und unter Einsatz von Atemschutz vor. Die Rauchwolke zog teilweise über die angrenzende Autobahn A 2, die Bahnstrecke sowie in Richtung Hannover Stadt, weswegen über die Polizei entsprechende Warnungen veranlasst sowie die Berufsfeuerwehr, die Verkehrsleitzentrale und die Deutsche Bahn in Kenntnis gesetzt wurden. Die Untere Wasserbehörde sowie die Stadtentwässerung rückten zur Prüfung einer möglichen Kontamination des Schmutzwassers aus und veranlassten Massnahmen, dieses gezielt abzuführen. Einsatzleiter Patz ließ zudem frühzeitig einen Fachberater vom Technischen Hilfswerk zur Einsatzstelle alarmieren.
Während ein Teil der Einsatzkräfte mit mehreren Rohren das Feuer niederschlug, wobei im weitere Verlauf auch Netzmittel - Wasser mit geringem Zusatz von Schaummittel - zum Einsatz kam, waren andere damit beschäftigt insgesamt an die 1.000 Meter Wasserversorgung aus mehreren Hydranten zu verlegen. Gerade das Wenderohr der Drehleiter benötigt eine erhöhte Menge an Wasser.
Nach knapp drei Stunden war das Feuer soweit unter Kontrolle und es wurde mit den Nachlöscharbeiten begonnen. Ein durch das THW bereitgestellter Bagger zog das Brandgut auseinander und Trupps der Feuerwehr löschten die wieder aufglimmenden Glutnester gezielt ab. Aus Kaltenweide rückten weitere Einsatzkräfte mit dem Gerätewagen Logistik an um das eingesetzte Schlauchmaterial aufzunehmen.
Ingesamt waren mehr als 80 Einsatzkräfte mit mehr als 15 Fahrzeugen am Einsatzort. Der Einsatz war gegen 6 Uhr in der Frühe beendet. Die Brandursache ist noch unklar, entsprechende Ermittlungen wurden eingeleitet.