Abschied von Vikar Jens Wening

Pastor Rainer Müller-Jödicke und Vikar Jens Wening waren seit Oktober 2016 gemeinsam an der Martinskirche tätig.  (Foto: A. Hesse)

Abschiedsgottesdienst in der Martinskirche am Sonntag, 20. Januar um 10 Uhr

Engelbostel/Schulenburg. Jens Wening hat sein Vikariat in Engelbostel und Schulenburg abgeschlossen. Unter Anleitung von Pastor Rainer Müller-Jödicke hat er seit Oktober 2016 in der Martinskirchengemeinde eigene Gottesdienste gestaltet, Paare getraut und auf den Langenhagener Friedhöfen beerdigt. Nach sehr erfolgreich bestandenem Examen wird er am Sonntag, 20 Januar um 10 Uhr zum letzten Mal auf der Martinskanzel stehen und dann verabschiedet. „Meine Berufswahl ist durch das Vikariat bestärkt worden“, sagt der promovierte Theologe, der ursprünglich Lehrer werden wollte und fährt fot: „Ich höre gerne zu, wenn Menschen mir erzählen, was sie bewegt, denn manchmal ergeben sich aus solchen Begegnungen völlig neue Perspektiven auf das Leben.“
Das Vikariat ist der letzte Schritt in der langen Ausbildung zu einem Pastor der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers. In den ersten Monaten ließ Wening sich an der örtlichen Grundschule religionspädagogisch ausbilden und unterrichtete das Fach Evangelische Religion. Danach lernte der Vikar die vielfältige Arbeit der Martinskirchengemeinde kennen: Er besuchte den Frauenkreis und Jubilare an ihrem Geburtstag, gestaltete Andachten in der Passionszeit, begleitete eine Klassenfahrt der Grundschule nach Föhr und erhielt Einblick in die Arbeitsabläufe im Kirchenbüro und der Friedhofsverwaltung. Ein Ehrenamtlicher gab dem Vikar sogar eine Einführung in die Sütterlin-Schrift, damit er die alten Kirchenbücher entziffern konnte.
„Besondere Freude hat mir die Arbeit mit den Konfirmanden und den jugendlichen Teamern gemacht. Ich bin auf engagierte junge Menschen getroffen, die einen Blick für das Miteinander haben“, berichtet Vikar Wening. „Höhepunkte waren auch das Sommerfest Happy Martini, der Gottesdienst im Festzelt der Schützen in Schulenburg und das Totengedenken am Volkstrauertag. In der Dorfgemeinschaft habe ich einen starken Zusammenhalt und einen tatkräftigen Gestaltungswillen erlebt.“
Sein Ausbilder blickt mit Wehmut auf die Zeit zurück: „Wir haben sehr gut zusammengearbeitet und Jens Wening hat in unsere Gemeinde mehr eingebracht als wir ihm hier gemeinsam zurückgeben konnten.“ Zeitweise habe Müller-Jödicke das Gefühl gehabt, in einem Doppelpfarramt tätig zu sein. Auch im Kirchenkreis habe sich Wening eingebracht: Er hat biblische Vorträge für Lektoren gehalten und eine Jerusalemreise für die Hauptamtlichen organisiert.
Vikar Wening beginnt im Februar seinen Dienst als Pastor auf Probe in der St.-Petri-Kirche in Rethen an der Leine. „Es freut mich sehr, dass ich in der Region Hannover bleibe. Wie in Engelbostel und Schulenburg bietet auch Rethen die Vorzüge einer guten Dorfgemeinschaft und die Nähe zur Großstadt Hannover.“ Landessuperintendentin Petra Bahr wird Wening dort am Sonntag, 10. Februar um 14 Uhr ordinieren.

Bildunterschrift (Foto: Andrea Hesse):