Absolute Mehrheit für Mirko Heuer

Absolute Mehrheit: CDU-Fraktionschef Domenic Veltrup (links) gratuliert "seinem" Bürgermeister Mirko Heuer. (Foto: O. Krebs)
 
Licht und Schatten bei den Sozialdemokraten. Stärkste Fraktion im Rat, aber in Sachen Wechsel im Rathaus trotz eines enormen Aufwandes gescheitert: Die beiden Vorsitzenden Tim Julian Wook. und Anja Sander, Fraktionschef Marc Köhler sowieBürgermeisterkandidatin Afra Gamoori. (Foto: O. Krebs)

55-Jähriger für weitere fünf Jahre Bürgermeister/SPD ist stärkste Ratsfraktion

Langenhagen (ok). Geht weiter: Bürgermeister Mirko Heuer bleibt Bürgermeister. Der 55-Jährige kann in den nächsten fünf Jahren seinen Geht-wenn-Weg fortsetzen. Als erster hauptamtlicher Bürgermeister der Flughafenstadt ist es ihm gelungen, seinen Chefsessel im Rathaus zu verteidigen. Und das gleich im ersten Wahlgang gegen fünf Mitbewerber. Auch ein Novum. Heuer holte 55,8 Prozent der Stimmen, Gegenkandidatin Afra Gamoori von der SPD landete abgeschlagen bei 30,42 Prozent. Danach folgten Andreas Eilers WAL) mit 6,42 Prozent, Marion Hasenkamp (Die Partei) mit 3,42 Prozent, Wilhelm Behrens (Die Unabhängigen) mit 3,19 Prozent und Kamran Qamar (Change) mit 0,75 Prozent. Mirko Heuer will nach eigenen Angaben viele begonnene Projekte fortsetzen und auch beenden, sieht sich aber wie in dieser Legislaturperiode keinen eindeutigen Mehrheiten gegenüber. Aus seiner Sicht ist eine große Koalition für viele große Entscheidungen zielführend, und er freut sich, dass er die beiden großen Parteien beim Thema Rathausanbau und -neubau hinter sich weiß. Für die nächste Ratsperiode hat die CDU einen Sitz dazugewonnen, kommt jetz auf 13 Sitze. Die SPD ist mit 14 Sitzen die stärkste Fraktion. Die Grünen kommen auf sechs Sitze, die AfD auf drei, die FDP auf zwei, BBL,  WAL und Linke auf einen Sitz. Neu im Kommunalparlament ist die Partei. In die Regionsversammlung sind aus Langenhagen Anja Sander (SPD), Claudia Hopfe (CDU) und Michael Horn (Grüne) eingezogen. Die Wahlbeteiligung lag in der Flughafenstadt bei 51,41 Prozent. Und wie so oft fallen die Wahlanalysen je nach Auge des Betrachters ganz unterschiedlich aus.Mirko Heuer sieht das Ergebnis als Bestätigung seiner Arbeit in sieben Jahren. Er habe wohl nicht ganz so viel verkehrt gemacht. Andreas Eilers dagegen denkt, dass die Wähler des Bürgermeisters eher Afra Gamoori verhindern wollten. Er selbst sei mit seinem Ergebnis zufrieden. Auch Gamoori sieht ihr Resutat als Achtungserfolg. Marion Hasenkamp freute sich über ihre Prozente und Wilhelm Behrens musste am Wahlabend gleich zwei Schlappen verkraften. Er wird weder neuer Bürgermeister noch zieht er wieder als Unabhängiger in den Rat ein. Dorthin hat es Tim Julian Wook mit einem Traumnergebnis von fast 1.800 Stimmen in Godshorn geschafft.  Zusammen mit seiner Co-Vorsitzenden wollte er sich noch nicht festlegen, mit wem es Koalitionsgespräche gebe. Aber beide zeigten durchaus Sympathiien für die Grünen Was den Ortsrat Godshorn angeht, so deutet sich eine Wachablösung an, Tim Julian Wook könnte Nachfolger von Ute Biehlmann-Sprung werden. Sie erkennt das sehr gute Ergebnis neidlos an, hat selbst eine vierstellige Anzahl an Stimmen geholt.
So wie Wolfgang Langrehr im Kaltenweider Ortsrat. Er könnte zum zweiten Mal Ortsbürgermeister werden, denn die SPD hat mit vier Sitzen ein Mandat mehr als die CDU im Ortrsrat Grüne, WAL, FDP und AfD entscheiden mit ihren Stimmen, ob der neue Ortsbürgermeister Wolfgang Langrehr oder Jan Hülsmann (CDU) heißt. Jens Mommsen (BBL) hat es nicht wieder in das Parlament im Norden Langenhagens geschafft. In Krähenwinkel hat die CDU einen Sitz mehr als die SPD. Hier könnte es für CDU-Kandidat und Amtsinhaber Steffen Hunger gegen Susanne Wöbbekind (SPD) reichen, obwohl er rund 50 Einzelstimmen weniger geholt. Grüne und WAL haben jeweils einen Sitz. Spannend auch in Engelbostel zwischen Gudrun Mennecke (SPD) und Bettina Auras (CDU). Die beiden UWE, die eigentlich Matthias mit Vornamen heißen, könnten hier das Zünglein an der Waage sein (das ECHO berichtete). Den Sitz übernimmt Matthias Schreiber. Einen weiteren Sitz haben die Grünen. Die CDU hat vier, die SPD drei Sitze. Klare Verhältnisse herrschen in Schulenburg. Lutz Döpke kann den Sekt für die Wahl zum Ortsbürgermeister schon mal kaltstellen. Seine CDU hat die absolute Mehrheit. Was bleibt noch anzumerken? Die Wahlhelfer waren bis weit nach Mitternacht im Einsatz, so lange hat sich die Wahl mit den vielen und langen Stimmzetteln hingezogen. Vor den Wahllokalen soll nach Berichten nicht überall alles reibungslos abgegangen sein, oft sei es zu Warteschlangen vor den Wahllokalen gekommen.